Patellaluxation Hund
Alles Infos zur Patellaluxation Hund. Erfahrungen zur Behandlung ohne Operation. Die Patellaluxation Hund auf einen Blick.

Patellaluxation Hund

Die Patellaluxation beim Hund ist eine Knieverletzung, bei der die Patella, also die Kniescheibe, verrenkt ist. Oft ist eine Patellaluxation sehr schmerzhaft für den Hund, weshalb sie vom Halter auch ein schnelles Handeln erfordert.

Bei uns finden betroffene Hundehalter alle wichtigen Infos. Egal ob es um die typischen Symptome, die unterschiedlichen Schweregrade oder die Kosten einer Operation geht. Außerdem klären wir darüber auf, wie die Patellaluxation beim Hund auch ohne OP behandelt werden kann und welche Nahrungszusätze sich empfehlen, um die Symptome abzuschwächen oder eine Operation vollständig zu vermeiden.

Da wir persönlich bereits viele Erfahrungen mit der Patellaluxation beim Hund sammeln konnten, basiert das meiste auf persönlichen Erfahrungen und wurde mit Bildern und Videos von unserem Hund angereichert. Falls bei eurem Hund also eine Patellaluxation diagnostiziert wurde und ihr euch nun genauestens über das Thema informieren möchtet, seid ihr hier genau richtig.

CaniMove Gelenktabletten

Patellaluxation beim Hund

Die inzwischen weit verbreitete Patellaluxation beim Hund, ist eine Kniegelenksverletzung, bei der die Kniescheibe (Patella) deutlich verrenkt ist. Die nicht selten äußerst schmerzhafte Patellaluxation, macht sich beim Hund auch in Form von Lahmheiten bemerkbar, sodass eines der Hinterbeine zeitweise angehoben oder sogar dauerhaft geschont wird.

Typisch für eine Patellaluxation beim Hund (kurz PL) ist ein leicht springender (dreibeiniger) Gang, der stets als erstes Anzeichen für die Erkrankung gesehen wird. Besonders häufig von einer Patellaluxationen betroffen, sind dabei die kleinen Hunderassen, wie zum Beispiel Chihuahuas.

Diese Website entstand, weil wir selbst einen Patellaluxation geplagten Hund haben. Unsere kleine Chihuahua-Hündin traf es mit ungefähr zwei Jahren und es war eine vererbte Patellaluxation. Mit der Zeit wurde diese leider immer schlimmer und während dieser Phase fanden wir bei Tierärzten oft nicht die erhoffte Hilfe, im Gegenteil sogar, es gab eine regelrechte Tierarzt-Oddysee.

Doch eben weil diese Zeit von Fehlschlägen, falschen Diagnosen und Behandlungen, sowie weiteren Problemen geplagt war und eben weil die Patellaluxation Operation am Ende so umfangreich ausfiel, lernten wir in dieser Zeit auch eine ganze Menge und konnten vieles, was vorab im Internet gefunden wurde, schnell widerlegen.

Von den eigenen Erfahrungen angetrieben, möchten wir Hundehaltern helfen und deshalb gibt es auf dieser Seite nun das gebündelte Wissen, welches wir uns während der schweren Zeit angeeignet haben.

Patellaluxation ohne OP behandeln

Als Geheimtipp, der sich unter Haltern von betroffenen Hunden und in den verschiedenen Gruppen und Foren zum Thema Patellaluxation beim Hund bereits ausgiebig herumgesprochen hat, haben sich die CaniMove Gelenktabletten erwiesen. Die Tabletten, die übrigens auch problemlos unter das Futter gemischt werden können, beinhalten dabei drei sehr bekannte Nahrungsergänzungsmittel, nämlich Grünlippmuschelextrakt, Glucosamin und MSM.

Darüberhinaus sind noch weitere Nährstoffe, sowie Vitamine enthalten. Die Gelenktabletten für Hunde sorgen im Falle einer Patellaluxation aber nicht nur für einen sehr effektiven und vorbeugenden Schutz, sondern helfen auch bei einer Behandlung, indem sie die Gelenke bestmöglich mit allem Notwendigen versorgen.

Außerdem sind Nahrungsergänzungsmittel bei einer Patellaluxation meist der letzte Ausweg vor einer teuren und oft sehr risikoreichen Operation, die mit den Nährstoffen eventuell vermieden werden kann. Mehr zum Thema Patellaluxation Hund, deren Symptome, Grade, Ursachen und alles über passende Behandlungsmethoden, erfahrt ihr in den folgenden Absätzen noch einmal genauer und anhand einiger Beispiele.

Da die erwähnten Nahrungsergänzungsmittel allerdings oft schon ausreichen, gerade bei einer eher leichten Patellaluxation, sollte der Tipp hier natürlich ebenfalls nicht unerwähnt bleiben. Ein Versuch ist es ganz sicher wert, denn eine Operation mit anschließender Heilphase, ist für den Hund alles andere als angenehm und bringt häufig auch ein kleines Trauma mit sich.

CaniMove für Hunde

CaniMove Mini

CaniMove Mini ist der ideale Zusatz, wenn ein kleiner Hund Probleme mit den Gelenken hat oder eine Patellaluxation diagnostiziert wurde. Auch zur Vorbeugung von Gelenkerkrankungen, eignet sich CaniMove und wird einfach unter das Futter gemischt. Die Tabletten enthalten verschiedene Vitamine und Nährstoffe, sowie Glucosamin, Grünlippmuschelextrakt und MSM. Zu den Inhaltsstoffen gibt es weiter unten noch weitere Infos. Unser Erfahrungen mit CaniMove sind durchweg positiv.

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CaniMove Maxi

CaniMove Maxi ist für Gelenkerkrankungen bei großen Hunden vorgesehen. Hat der Hund bereits eine Patellaluxation, dient die Tablette als Nahrungsergänzungsmittel im Futter. Auch zur Vorbeugung und zur Pflege der Hundegelenke, eignet sich CaniMove Maxi bestens. Enthalten sind unter anderem Grünlippmuschelextrakt, Glucosamin und MSM, sowie verschiedene Vitamine. Wer mehr erfahren möchte, findet unten noch ein paar weitere Angaben zu den einzelnen Inhaltsstoffen.

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MSM, Glucosamin und Grünlippmuschelextrakt

Die CaniMove Gelenktabletten enthalten eine Mischung aus verschiedenen Nahrungszusätzen, die sich allesamt positiv auf den Gelenkapparat auswirken und bei der Patellaluxation oft mehr als sinnvoll erscheinen. Persönlich sind unsere CaniMove Erfahrungen allesamt positiv, daher auch die klare Empfehlung.

Die CaniMove Gelenktabletten wurden übrigens von einem Tierarzt entwickelt und haben sich seit ihrer Markteinführung zu einem echten Geheimtipp innerhalb von Hundegruppen und auf Hundeplatz entpuppt. Oft verschwinden die Symptome einer Patellaluxation nach einigen Monaten vollständig und der Hund kann wieder unbeschwert leben, ganz ohne schwierige und schmerzhafte Operation.

Glucosamin: Glucosamin und Hyaluronsäure werden allgemein für den Wachstum des Gelenkknorpels, sowie dessen Elastizität benötigt. Auch die Wasserbindung beeinflussen sie positiv.

Grünlippmuschel: Berichte über die positive Wirkung von Grünlippmuschel gibt es viele. Das Grünlippmuschelextrakt ist reich an Glykosaminoglykanen und den so wichtigen Omega-3-Fettsäuren, die sich unter anderem positiv auf den Gelenkstoffwechsel auswirken sollen.

Methylsulfonylmethan: Mit Methylsulfonylmethan (kurz MSM) ist eine äußerst wichtige Schwefelquelle in den Gelenktabletten enthalten, die sich ganz besonders auf Sehnen, Bänder und Gelenkkapseln auswirkt.

Teufelskralle & Weidenrinde: Diese beiden Nahrungserghänzungsmittel enthalten wichtige Metaboliten und unterstützen damit die körpereigene Regulation.

Versch. Vitamine: Am Ende sorgen einige Vitamine und Spurenelemente dafür, dass der Hund und seine Gelenke bestens versorgt werden und der Bedarf von Gelenken, Muskeln, Sehnen und Nerven, auch bei hoher Belastung durch eine Patellaluxation, noch ausreichend gedeckt wird.

Das waren sie nun, die wohl wichtigsten Inhaltsstoffe der CaniMove Gelenktabletten für Hunde, die sich bestens zur Vorsorge oder Behandlung einer Patellaluxation beim Hund eignen. Wer noch mehr erfahren möchte, liest einfach weiter.

Patellaluxation beim Hund erkennen

Die Patella (Kniescheibe) eines Hundes besteht aus einem scheibenförmig abgeflachten Knochen, der sich vor dem Kniegelenk befindet. Bei einer Kniescheibenverrenkung verbleibt die Patella nun aber nicht mehr an ihrem üblichen Platz, sondern springt immer wieder unkontrolliert aus ihrer im Oberschenkelknochen befindlichen Gleitrinne heraus.

Deshalb führt eine Patellaluxation beim Hund oft auch dazu, dass das betroffene Bein nicht mehr korrekt oder nur noch unter starken Schmerzen belastet werden kann. Humpeln und gelegentliches aussetzen der Schritte, sind die typischen Anzeichen und klaren Symptome einer Patellaluxation beim Hund.

Zunächst treten solche Merkmale kaum wahrnehmbar und nur gelegentlich in Erscheinung. Erst in späteren Stadien der Krankheit, machen sie sich im Gang des Hundes immer deutlicher bemerkbar und können vom Tier nicht länger versteckt werden. Dann ist Handeln gefragt, um dem Hund die andauernden Schmerzen so gut es geht zu ersparen und ihm möglichst schnell Linderung zu verschaffen. Hier noch einmal die wichtigsten Anzeichen für eine Patellaluxation beim Hund.

Patellaluxation Hund Merkmale

Symptome der Patellaluxation beim Hund

In vielen Fällen bleibt eine Patellaluxation beim Hund vollkommen symptomfrei. Die Kniescheibenverrenkung kann unter Umständen aber auch starke Schmerzen auslösen. In besonders schweren Fällen kann die Belastbarkeit des Beins sogar so stark eingeschränkt werden, dass der Hund deutlich sichtbar lahmt und zeitweise gar nicht mehr richtig auftreten kann bzw. das Laufen sogar verweigert.

Eine Patellaluxation beim Hund ist also oft daran erkennbar, dass das Tier beim Laufen plötzlich humpelt bzw. eines der Beine schlagartig anhebt und mehrere Schritte auf drei Beinen läuft. Der Hund will das betroffene Bein damit entlasten und die Folge ist ein, für die Patellaluxationen typischer, leicht hüpfender Gang, der meist nur wenige Schritte anhält, bevor dann alles wieder beim Alten ist.

Zu den Symptomen einer unfallbedingten Patellaluxation beim Hund, zählen neben äußerlich erkennbaren Verletzungen, auch gerissene Gelenkbänder und Blutergüsse.

Ursachen einer Patellaluxation beim Hund

Eine Patellaluxation beim Hund geht häufig auf eine krankhafte Knochenveränderung oder auf Schwächen des Bindegewebes zurück. Einfluss auf eine Patellaluxation beim Hund haben dabei sowohl genetische, als auch umweltbedingte Ursachen, wie zum Beispiel eine unsachgemäße Haltung oder zu viel Bewegung im jungen Alter des Hundes. Auch eine dauerhafte Fehlernährung kann zu einer Patellaluxation beim Hund führen bzw. die Fehlstellung der Kniescheibe noch weiter begünstigen.

Als allgemeine Maßnahmen helfen die oben erwähnten Nahrungsergänzungsmittel überraschend gut, denn diese gleichen die Unterversorgung, gerade bei einer eher leichten Patellaluxation, mit wichtigen Nährstoffen aus. Oder anders gesagt: Statt einer schwierigen, risikoreichen und teuren Operation, reicht es bei vielen Hunden oft bereits aus, wenn entsprechende Nahrungszusätze gefüttert werden.

Diese sorgen dafür, dass die Gelenke mit allen notwendigen Stoffen versorgt werden, die Patella also problemlos und von allein zurück in ihre korrekte Position rutschen kann. Ein bisschen wie das Schmiermittel bei einer Tür, damit diese leise und leicht schließt. Die eigentliche Ursache, nämlich die Patellaluxation, bleibt dann zwar weiterhin bestehen, sie ist für den Hund aber nicht länger schmerzhaft.

Durch die gute Versorgung der Gelenke, bildet sich eine belastbare und haltbare Basis in Form von Knorpel. So ist das Knie besonders umfassend versorgt und die Patella kann schmerzfrei von allein wieder in ihre korrekte Position rutschen. Typische Ursachen für die Patellaluxation Hund findet ihr hier noch einmal im Detail.

Knochenbedingte Patellaluxation

Zu den knochenbedingten Ursachen einer Patellaluxation beim Hund gehören die folgenden drei Punkte, die dabei auch noch recht typisch sind. Hier unterscheidet man vor allem die verschiedenen Arten einer Patellaluxation. Etwa eine die genetisch bedingt ist oder durch eine zu kleine Patella hervorgerufen wurde.

Bei O- oder X-Beinen, handelt es sich um eine genetisch bedingte Fehlstellung der Hinterläufe, bei der die Kniescheibe in Bewegung immer wieder schräg durch die Rollfurche gezogen wird. Aufgrund der überdehnten Seitenbänder, springt die Kniescheibe bei O-Beinen dann aus ihrer Gleitrinne nach innen bzw. bei X-Beinen nach außen heraus. Schon bei der Geburt kann die Gleitrinne zu flach ausgebildet sein. Des Weiteren ist die Patella oft zu groß, sodass sie nicht zur Rollfurche passt.

Eine knochenbedingte Patellaluxation beim Hund ist häufig auf unsachgemäße Züchtungen zurückzuführen, bei denen mangels Untersuchung und Kontrolle, Gendefekte verantwortungslos weitervererbt werden. Gerade bei den so beliebten Chihuahuas, gibt es unzählige dieser Qualzuchten. Leider entscheidet bei vielen Hundehaltern nur die Optik, nicht die Gesundheit oder das Wesen des Tieres, weshalb skrupellose Vermehrer auch immer wieder ganz bewusst Defekte züchten oder sich einfach nicht richtig darum kümmern, diese vollständig zu vermeiden.

Bindegewebs- Muskelschwächen Patellaluxation

Wenn die Muskulatur oder das Bindegewebe des Hundes unzureichend ausgebildet sind, kann die Funktionsfähigkeit von Bändern, Sehnen und Gelenkkapseln in Mitleidenschaft gezogen werden. Die Kniescheibe findet dann keinen ausreichenden Halt mehr und springt heraus.

Reine Bindegewebsschwächen führen aber eher selten zu einer Patellaluxation beim Hund. Der Bewegungsablauf wird bei Bindegewebsschwächen auch kaum beeinträchtigt. Trotzdem ist dies eine der theoretischen Möglichkeiten, die zu einer Patellaluxation führen können, auch wenn es häufig eher andere Ursachen gibt.

Unfallbedingte Patellaluxation

Auch durch einen Unfall kann (vor allem bei großen Hunden) eine schwerwiegende Patellaluxation verursacht werden. Unfallbedingte Kniescheibenverrenkungen treten allerdings überwiegend einseitig, also nicht auf beiden Beinen, sondern jeweils nur am verletzten bzw. betroffenen Hundebein auf. Da Unfälle zum Glück nicht so häufig vorkommen, ist auch die Patellaluxation aufgrund dessen nicht sehr weit verbreitet.

Meistens wird eine Patellaluxation schlichtweg von den Eltern des Hundes vererbt und ist daher auf falsche bzw. fragwürdige Züchtungen zurückzuführen. Eine Schande, die sich allerdings nur dann in den Griff bekommen lässt, wenn Züchter ihre Hunde vernünftig untersuchen lassen, um entsprechende Defekte bereits vorab festzustellen. Bei gesunden Züchtungen tritt eine Patellaluxation nämlich deutlich seltener auf. Auch deshalb ist es so wichtig, seinen Hund von einem seriösen Züchtern zu holen.

Diagnose der Patellaluxation beim Hund

Die Diagnose einer Patellaluxation beim Hund erfordert eine umfangreiche und ausführliche tierärztliche Untersuchung. Das betroffene Bein wird dabei sowohl im Liegen, wie auch im Stehen, genauestens betrachtet und anschließend sorgfältig abgetastet. Der Tierarzt bewertet außerdem noch den Gang des Hundes und schaut sich diesen noch einmal gesondert an. Meistens bitten Tierärzte den Hundehalter darum, einmal in der Praxis mit ihrem Hund hin- und herzugehen.

Hier empfiehlt es sich übrigens vorab bereits ein paar typische Momente mit dem Handy festzuhalten, um dem Tierarzt dann die Videoaufnahmen zeigen zu können. Da Hunde Verletzungen in fremden Umgebungen und unter Aufregung meist verstecken, kann das Video in manch einem Fall Gold wert sein, da der Tierarzt nur im natürlichen Gang bestimmte Schwächen erkennen kann, die auf die Patellaluxation hindeuten oder auch ganz andere Ursachen offenbaren.

Eine Röntgenuntersuchung gibt Aufschluss über das Ausmaß der Patellaluxation beim Hund und hilft dabei die weitere Vorgehensweise zu klären, beispielsweise eine Operation oder die weiterführenden Therapie. Ein geschulter Tierarzt wird jedoch in der Regel erst dann Röntgen, wenn eine Operation kurz bevorsteht oder unvermeidbar ist, nicht aber während der ersten Untersuchung.

Festgestellt wird eine Patellaluxation beim Hund lediglich durch das Abtasten, sowie durch gezielte Bewegungen am Bein, welches der Tierarzt umfangreich mit einigen Handgriffen und unter Beobachtung prüft. Nur für eine bevorstehende Operation müssen Knochenbau etc. auf dem Röntgenbild genauer analysiert werden.

Achtet darauf, denn ein Tierarzt der euren Hund sofort Röntgen möchte, ist meist nicht seriös und denkt eher an das Geld verdienen, als an das Wohl eures Hundes. Ein seriöser Tierarzt nimmt sich viel Zeit und nennt euch den Grad der Patellaluxation. Möchte er sofort ein Röntgenbild anfertigen oder ist er nicht in der Lage euch den Schweregrad der Patellaluxation zu nennen, stimmt etwas nicht und ihr solltet lieber einen anderen Arzt aufsuchen und eine zweite Meinung einholen.

Patellaluxation Hund Grad 1 bis Grad 4

Die Patellaluxation beim Hund wird in vier verschiedenen Schweregraden diagnostiziert. Jeder Grad ist dabei unterschiedlich stark ausgeprägt. Die genaue Einstufung der verschiedenen Grade ist wichtig, weil sich nach ihnen die notwendige Therapie und Behandlung des Hundes richten sollten. Ein vertrauenswürdiger Tierarzt stuft die Patellaluxation daher in einen der folgenden vier Grade ein.

Patellaluxation Hund Grad 1: Eine Patellaluxation Grad 1 liegt vor, wenn die Patella manuell aus der Gleitrinne gedrückt werden kann, diese jedoch vollkommen problemlos wieder zurückspringt und in der richtigen Position verbleibt. Grad 1 ist deshalb wenig dramatisch und eine Operation des Beines meist nicht notwendig. Damit die Gelenke gestärkt werden, empfehlen sich Nahrungsergänzungsmittel, welche die Gelenke ideal mit wichtigen Nährstoffen versorgen.

Patellaluxation Hund Grad 2: Bei einer Patellaluxation Grad 2 kommt es zu gelegentlichen Verrenkungen der Kniescheibe, wobei selbige selbständig oder durch Bewegung der Hinterläufe, wieder in ihre korrekte Position zurückspringt. Auch hier reichen Nahrungsergänzungsmittel in der Regel vollkommen aus, um die Symptome abzuschwächen und manchmal sogar vollständig verschwinden zu lassen.

Patellaluxation Hund Grad 3: Eine Patellaluxation beim Hund in Grad 3 zeichnet sich durch eine andauernde Kniescheibenverrenkung aus, bei der das Schienbein deutlich erkennbar verdreht ist. Eine Streckung des betroffenen Beines ist dem Hund bei einer Patellaluxation Grad 3 nicht mehr möglich. Durch manuellen Druck lässt sich die Patella jedoch wieder in die Gleitrinne verlagern, springt allerdings auch schnell wieder heraus. Hier wird oft zu einer Operation der Patellaluxation geraten.

Patellaluxation Hund Grad 4: Eine Patellaluxation beim Hund Grad 4 ist vorhanden, wenn sich die Kniescheibe fast immer außerhalb der Gleitrinne befindet und sich auch nicht mehr manuell einrenken lässt, da Knochen und Gleitrinne bereits stark verschleißt und abgeflacht sind. Eine Operation scheint hier mehr als angebracht, da sich die Lebensfreude von eurem Hund anschließend wieder deutlich steigern wird und die Probleme meist vollständig beseitigt werden können.

Zusammengefasst lässt sich sagen, dass eine Patellaluxation beim Hund nur in sehr schweren Fällen wirkliche Probleme bereitet und operiert werden sollte. Bevor also an eine teure und vor allem auch risikoreiche Operation gedacht wird, sollten immer erst die Nahrungsergänzungsmittel ausprobiert werden. Oft helfen diese bereits aus und nach einigen Monaten zeigt sich eine deutliche Besserung.

Schlagen die Zusätze aber auch nach einem halben Jahr noch nicht wie gewünscht an, solltet ihr euch noch einmal mit eurem Tierarzt beraten. Die Patellaluxation Operation bringt aber immer ein mögliches Trauma und eine sehr schmerzhafte Heilphase mit sich, in die der Hund massiv gepflegt werden muss und tatsächlich ziemlich stark leidet. Auch die Narkose ist und bleibt ein Risiko.

Sollte die Patellaluxation beim Hund also nicht ganz so schlimm sein, kann immer erst eine Therapie ohne Operation eingeschlagen werden. Operiert werden kann dann immer noch, falls Nährstoffe und Physiotherapie keine Wirkung zeigen. Also lieber erst einmal ohne Operation versuchen, zumindest wäre das unser Rat.

Patellaluxation Hund Infografik

Um die Patellaluxation beim Hund besser zu verstehen und die unterschiedlichen Stadien der Erkrankung richtig deuten zu können, gibt es hier nun eine passende Infografik. Diese informiert auf den ersten Blick darüber, was bei einer Patellaluxation eigentlich genau passiert und wie sich die verschiedenen Schweregrade einer Patellaluxation im Detail unterscheiden.

So lässt sich einfach und schnell herausfinden, wie weit die Patellaluxation beim eigenen Hund bereits fortgeschritten ist und was genau sich an der Kniescheibe verändert hat oder noch verändern wird. Möglichst einfach erklärt.

Wichtige Hinweise zur Hundeversicherung

Wir leben mittlerweile in Zeiten, in denen es Hundeversicherungen gibt, die auch bei einer Patellaluxation einspringen und die Kosten einer Operation übernehmen. Je nachdem welche Hundeversicherung ihr abgeschlossen habt, werden die Kosten dabei vollständig von der Versicherung getragen.

Allerdings gibt es hier, je nach Hundeversicherung und gewähltem Tarif, durchaus auch entsprechende Ausnahmen, vor allem wenn es um rassetypische Beschwerden wie die Patellaluxation. Hier könnt ihr euch über eine empfehlenswerte Hundeversicherung informieren und weitere Details erfahren.

Da die Patellaluxation leider rassebedingt ist und durch falsche Züchtungen hervorgerufen werden kann, gibt es einige Hundeversicherungen, die solche Erkrankungen als spezielle Ausnahme ansehen und dies im Versicherungsschein auch entsprechend vermerkt haben. Dann werden zwar fast alle Kosten übernommen, nur die Behandlung von derartigen Krankheiten nicht.

Wer sich genauer über das Thema Hundeversicherung informieren möchte oder eine Empfehlung sucht, klickt einfach auf den Link oben. Dort haben wir alles gesammelt, was ihr über das Thema Hundeversicherung wissen müsst.

Im Falle der Patellaluxation beim Hund ist eine Hundeversicherung übrigens als sehr wertvoll zu betrachten, da sich die Kosten für eine Operation schon bei einem kleinen Hund (mit Vor- und Nachsorge, sowie eventuell notwendiger Psychotherapie) schnell mal auf weit über 1.500 Euro belaufen können. Eine Hundeversicherung ist in diesem Fall also ein angenehmer Kostenschutz.

Patellaluxation Operation nicht immer notwendig

Auch wenn der Tierarzt meist früh zu einer Operation rät, ist dennoch etwas Zurückhaltung angebracht. Häufig ist die Patellaluxation Operation gar nicht zwingend notwendig. In vielen Fällen, vor allem bei einer leichteren Patellaluxation, helfen Nahrungsergänzungsmittel und/oder Physiotherapie bereits vollkommen aus, um die Symptome der Patellaluxation nahezu vollständig zu beseitigen.

Der Hund läuft dann meist wieder völlig normal und eine risikoreiche, sowie recht teure Operation, ist somit gar nicht mehr notwendig. Leider sehen viele Tierärzte hier anscheinend nur das Geld, nicht aber das Wohl des Hundes. Kein Wunder, denn eine Patallaluxation beim Hund wird häufig mit bis zu 800 Euro pro Bein operiert.

Zu den Kosten gesellen sich häufig noch weitere hinzu (Verbrauchsmaterial, Nachbehandlung) und je nach Tierarzt unterscheiden sich die Preise für die Patellaluxation Operation zum Teil auch stark voneinander. Hier würden wir empfehlen eine modern ausgestattete Praxis zu wählen, die neuwertige Geräte und entsprechende Erfahrung mitbringt, falls ihr euch für die OP entscheidet.

Vorab sollte jeder Hundehalter am besten aber immer eine zweite Meinung, bei einem weiteren Tierarzt einholen. Nur so seid ihr bei ärztlichen Fragen abgesichert und könnt die Diagnose des Tierarztes auf die Probe stellen. Einem Arzt blind zu vertrauen, ist immer etwas heikel, denn Ärzte sind auch nur Menschen, die noch dazu unterschiedliche Ansichten vertreten. Wo der eine eher konservativ zu Nahrungsergänzungsmitteln oder Psychotherapie rät, möchte der andere am liebsten sofort operieren. Hier hilft nur eigene Erfahrung und Hintergrundwissen.

Therapie einer Patellaluxation beim Hund

Leichte Formen einer Patellaluxation können überwiegend konservativ, also ohne eine Operation behandelt werden. Zu den therapeutischen Maßnahmen gehören unter anderem das manuelle Einrenken und die Stabilisierung des Kniegelenks durch eine spezielle Schiene. Auch Physiotherapie für Hunde kann bei einer Patellaluxation hier eine große Hilfe sein, vor allem um die richtigen Muskeln zu trainieren, die das Kniegelenk im besten Fall abstützen und damit wiederum deutlich entlasten können.

Überhaupt sollte bei einer Patellaluxation beim Hund auch der Rat eines Physiotherapeuten nicht unterschätzt werden. Das vergessen viele Hundehalter gerne mal und vertrauen blind ihrem Tierarzt, der mit der tatsächlichen Bewegung des Hundes aber oft weit weniger vertraut ist, als ein spezialisierter Physiotherapeut. Also ruhig vorab oder auch danach einen Physiotherapeuten für Hunde kontaktieren und ihn nach seiner Meinung oder nach einem gezielten Training zur Unterstützung fragen. Meistens gibt es ein oder zwei Übungen, die bei der Patellaluxation beim Hund helfen.

Nahrungsergänzungsmittel gegen die Patellaluxation

Zur Therapie einer Patellaluxation sollten in der Regel auch unbedingt die bereits mehrfach erwähnten Nahrungsergänzungsmittel eingesetzt werden, da sie meist schon nach kurzer Zeit ihre Wirkung entfalten und sich allgemein positiv auf das Wohlbefinden des Hundes auswirken. Außerdem schaden sie dem Tier nicht, können also auch zur Vorbeugung vor möglichen Erkrankungen des Bewegungsapparates gegeben werden, oder um die bestmögliche Nährstoffversorgung zu gewährleisten.

Für besonders kleine Hunde, besser gesagt für Hunde bis maximal zehn Kilogramm, nehmt ihr am besten die CaniMove Mini Gelenktabletten. Für alle anderen Hunde bis maximal vierzig Kilogramm Gewicht, nehmt ihr die CaniMove Maxi Gelenktabletten. Wir selbst haben gute Erfahrungen mit CaniMove gemacht, wohingegen andere Präparate vom Hund nicht ganz so gut angenommen wurden.

Die Gelenktabletten können einfach über das Futter gestreut werden. Wer möchte, kann selbige natürlich auch ganz direkt verabreichen oder sie mit etwas Leberwurst geben. Die meisten Hunde haben allerdings keine Probleme mit der Einnahme von CaniMove, vor allem dann nicht, wenn sie über dem Futter zerbröselt werden.

Viele Hundehalter mit einem Patellaluxation geplagten Hund, schwören auf Nahrungsergänzungsmittel wie CaniMove und sind der Meinung, dass die Tabletten als Therapiemaßnahme bestens geeignet sind und schon nach kurzer Zeit für eine sichtbare Verbesserung sorgen. Uns ging es damals ähnlich.

Die Nahrungszusätze sind auf dem Hundeplatz einfach echte Geheimtipps geworden und gelten als wichtigste Maßnahme, wenn eine Patellaluxation beim Hund ohne teure und gefährliche Operation behandelt werden soll. Durch die ideale Nährstoffversorgung über die Tabletten, verschwindet der Schmerz meist vollständig, die Gelenke sind bestens geschmiert und die Problematik einer Patellaluxation macht sich kaum noch bemerkbar.

Wer seinem Hund helfen möchte, mit der Patellaluxation besser zurechtzukommen, sollte zunächst also unbedingt eine konservative Behandlung mit Gelenktabletten vorziehen, bevor er sich beispielsweise für eine Operation entscheidet. Allerdings dauert es natürlich ein paar Wochen oder Monate, bevor Nahrungsergänzungsmittel wie CaniMove ihre Wirkung entfalten und eine Veränderung sichtbar hervorrufen.

Wann eine Operation sinnvoll ist

Springt die Kniescheibe von eurem Hund, trotz aller Therapieversuche, immer wieder aus ihrer Gleitrinne und helfen auch Nahrungsergänzungsmittel wie CaniMove nicht mehr weiter, kann die Operation einer Patellaluxation zwingend notwendig werden, um Schäden an den Kniegelenken zu vermeiden.

Vorrangiges Ziel der Operation ist dabei die Stabilisierung der Kniescheibe in ihrer Ausgangsposition z.B. durch eine Vertiefung der Gleitrinne und/oder mit Hilfe von Drähten. Möglich sind bei einer Patellaluxation Operation auch weiterführende Eingriffe, wie etwas die Straffung der Gelenkkapsel oder die Korrektur von Achsenfehlstellungen.

Wirklich notwendig wird die Operation einer Patellaluxation prinzipiell immer dann, wenn Nahrungsergänzungsmittel und Physiotherapie keine Wirkung zeigen bzw. der Hund sichtbare Schmerzen leidet und durch die Patellaluxation etwas von seiner Lebensfreude verliert. In solch einem Fall ist die Operation das einzig Richtige, weil es ihm auf lange Sicht gesehen besser gehen wird.

Auch bei besonders großen und schweren Hunderassen, kann eine Operation zwingend notwendig werden, da in der Bewegung zu viel Gewicht auf dem Knie lastet. Allerdings ist die Patellaluxation eher typisch für besonders kleine Hunderassen und bei großen Hunden daher glücklicherweise nur selten vorzufinden.

Die Operation ist sinnvoll wenn...

Wann eine Operation NICHT sinnvoll ist

Bevor die Entscheidung für oder gegen eine Operation fällt, sollten unbedingt zwei oder vielleicht sogar drei Tierärzte konsultiert werden, die sich jeweils einen eigenen Eindruck verschaffen können. Am besten Spezialisten, genauer gesagt Orthopäden. Es ist nämlich durchaus schon vorgekommen, dass der Tierarzt von nebenan eine Patellaluxation diagnostizierte, ein anderer diese Diagnose aber als falsch bewertete, woraufhin ein weiterer Tierarzt plötzlich wieder zur Operation drängte (solche Erfahrungen mussten wir damals selbst machen).

Kleine Hunderassen sollten bei Schmerzfreiheit wenn möglich nicht operiert werden, da die Nebenwirkungen einer Operation häufig schwerer wiegen als die Beeinträchtigungen durch die Patellaluxation beim Hund selbst. Auch bei älteren Hunden, eventuell mit Vorerkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems, ist immer erst genau abzuwägen, welche Nebenwirkungen auftreten könnten und ob deshalb nicht eine konservative Behandlung ohne Operation vorzuziehen ist.

Auch bei besonders jungen Hunden sollte eine Patellaluxation nicht voreilig operiert werden. Wegen der sich noch im Wachstum befindlichen Knochen, zeigt eine Operation bei Junghunden möglicherweise keinen nachhaltigen Erfolg und muss im Alter noch einmal wiederholt werden. Geringfügige Fehlstellungen können, bei richtiger Ernährung und ausreichendem Auslauf, auch noch herauswachsen, ohne dass es dafür einer Operation bedarf. All das gilt es zu beachten, wenn über eine Operation der Patellaluxation beim Hund nachgedacht wird.

Ob die Patellaluxation Operation sinnvoll ist oder nicht, entscheiden auch immer die jeweiligen Umstände. Von vorbeugenden Operationen wird eher abgeraten. Zur Vorbeugung machen Nahrungsergänzungsmittel mehr Sinn, die in diesem Fall dafür sorgen, dass die Gelenke dauerhaft gut versorgt sind und die Symptome nach und nach verschwinden oder abgeschwächt werden bzw. gar nicht erst auftreten.

Zu beachten ist bei der Entscheidung immer, dass ein gelegentliches Anheben des Beines nicht zwangsläufig auf Schmerzen des Hundes, sondern eventuell auf eine nur kurzfristige, jedoch vollkommen schmerzfreie Gelenkblockade hinweist. Also nicht sofort in Panik geraten und Hals über Kopf handeln, sondern eine Patellaluxation Operation mit all ihren Risiken ganz in Ruhe mit dem Tierarzt besprechen und abklären was in dem entsprechendem Einzelfall wirklich Sinnvoll ist.

Zusammengefasst ist stets eine konservative Behandlung mit Hilfe der erwähnten Nahrungsergänzungsmittel vorzuziehen. Die Gelenktabletten sollte unbedingt für einige Monate getestet werden, bevor überhaupt an eine Operation gedacht wird.

Kommt es doch zu einem Eingriff, unterschätzt die Kosten nicht, die solch eine OP verursacht. Tierärzte nennen die Preise gerne mal ohne Steuern, ohne Verbrauchsmaterial und ohne die Nachbehandlungen, einfach weil es günstiger klingt. Ebenfalls nicht unterschätzen und vergessen solltet ihr den Pflegeaufwand nach der Operation, der von Tierärzten ebenfalls gerne mal heruntergespielt wird.

In der Realität darf der Hund nach so einer Operation aber auf gar keinen Fall springen, weshalb ständige Beobachtung angesagt ist. Auch kann er nicht richtig laufen und leidet unter Umständen starke Schmerzen, die nur mit einem Schmerzmittel in den Griff zu kriegen sind, welches wiederum Erbrechen und Schlimmeres auslösen kann. Das ist wirklich keine Kleinigkeit und erfordert entsprechend viel Zeit, bis alles verheilt ist. Mal ganz davon abgesehen, dass der Hund regelmäßig zur Psychotherapie muss, um anschließend wieder Muskeln aufzubauen.

Die Operation ist NICHT sinnvoll wenn...

Kosten der Patellaluxation Operation

Die Operation der Patellaluxation beim Hund kostet ungefähr 800 Euro pro Bein, je nachdem welche Gebühren der jeweilige Tierarzt veranschlagt und wie komplex der Einzelfall ist bzw. was sonst noch für Beschwerden vorliegen. Mal ist es mehr, mal deutlich weniger, aber 500 bis 1000 Euro sollten definitiv eingeplant werden, auch weil noch Folgekosten und Verbrauchsmaterialkosten hinzukommen.

Der Tierarzt nennt die Behandlungskosten außerdem oft ohne Mehrwertsteuer, fragt also immer noch einmal nach, ob die genannte Summe dem Endpreis mit Steuern entspricht. So seid ihr auf der sicheren Seite und erlebt keine böse Überraschung.

Wer seinen Hund bei einer Hundeversicherung versichert hat und dementsprechend eine Hunde OP Versicherung oder Hundekrankenversicherung für seinen Hund besitzt, sollte bei einer Patellaluxation vorab unbedingt prüfen, ob die Kosten vollumfänglich von der Hundeversicherung übernommen werden. Häufig sind rassetypische Erkrankungen, gerade bei Kleinhunden, als spezielle Ausnahme deklariert oder werden nur zum Teil erstattet. In diesem Fall also unbedingt vorher nachfragen, bevor hinterher die böse Überraschung kommt.

Maßnahmen vor der Operation

Vor der eigentlichen Operation einer Patellaluxation, darf euer Hund nichts fressen. Auf nüchternen Magen soll er sein, ihr kennt das sicherlich auch selbst vom Arzt. Steht eine Operation an, gibt es am Abend zuvor also keine Leckereien mehr und auch am Morgen vor der Operation nicht.

Bitte auch darauf achten, dass keine kleinen Leckerlies gefüttert werden (auch nicht von der Oma) und in der Küche kein saftiges Steak vom Teller fällt, nicht einmal kleinere Reste herunterfallen. Nehmt die Nüchternheit nicht auf die leichte Schulter, denn es ist tatsächlich sehr wichtig, dass der Hund vor der Operation einen leeren Magen hat. Unter anderem deshalb, weil die Narkose zum Erbrechen führen kann, was bei vollem Magen schnell lebensgefährlich wird, aber auch weil Verdauungsprozesse im Magen Einfluss auf den Kreislauf und die Körperfunktionen des Hundes haben.

Also wirklich daran halten und dem Hund weder Futter noch Leckerlies geben. Selbst wenn eine Narkose heutzutage fast alltäglich wirkt, birgt sie immer noch ein enormes Risiko. Auch deshalb solltet ihr euch nicht leichtfertig für die Operation der Patellaluxation entscheiden, sondern vorher wirklich umfangreich über deren Notwendigkeit nachdenken. Die Operation kann euren Hund auch das Leben kosten.

Ablauf der Patellaluxation Operation

Normalerweise bringt ihr euren Hund am frühen Morgen zum Tierarzt. Dort werdet ihr gefragt, ob ihr beim Einleiten der Narkose dabei sein möchtet oder lieber nicht. Bedenkt diese Entscheidung vorab, da der Hund, wenn er in die Narkose gelegt wird, quasi vor euren Augen stirbt. So sieht das Ganze zumindest aus und der ein oder andere bricht bei dem Bild förmlich zusammen. Überlegt euch also bitte ganz genau, ob ihr beim Einleiten der Narkose dabei sein möchtet.

Nachdem der Hund in Narkose gelegt wurde, seid ihr soweit fertig und verlasst den Tierarzt wieder, der sich nun allein und hinter verschlossenen Türen, um die eigentliche Patellaluxation Operation kümmert. Was folgt ist Angst, denn euer Hund kann durchaus sterben, sollte etwas schiefgehen.

In der Regel bekommt ihr nach der Operation einen kurzen Anruf vom Tierarzt, nur damit ihr wisst, dass die Operation gut verlaufen ist und ihr euch dementsprechend keine Sorgen mehr machen müsst. Meist nennt euch der Tierarzt oder die Tiermedizinische Fachangestellte dann auch noch einen ungefähren Zeitpunkt, zu dem ihr den Hund wieder abholen dürft.

Es ist nach einer Operation allerdings immer ratsam, den Hund erst einmal einige Stunden zur Beobachtung beim Tierarzt zu belassen, damit er dort kontrolliert aufwachen und sich von der Narkose erholen kann.

Achtet beim späteren Abholen darauf eine Hundebox dabei zu haben, damit der Hund während der Fahrt nach Hause in Ruhe weiterschlafen kann, zumindest aber keine unangenehmen Erschütterungen wahrnehmen muss. Er hat einen massiven Eingriff hinter sich, eine starke Betäubung und ist durch die Schmerzmittel noch vollkommen benebelt. Behandelt ihn also auch so und sorgt entsprechend vor.

Mehr wird erst einmal nicht passieren, da euer Vierbeiner einfach nur erledigt ist und jetzt viel Schlaf und Ruhe benötigt, um wieder zu Kräften zu kommen.

Nachsorge bei einer Patellaluxation Operation

Die Nachsorge der Patellaluxation Operation ist entsprechend den Anweisungen des Tierarztes durchzuführen. Nach dem operativen Eingriff, muss das Kniegelenk erst einmal für gute sechs Wochen geschont werden. Treppensteigen und wildes Herumtoben sind daher absolut tabu.

Von Vorteil sind eventuell Maßnahmen, die dem zusätzlichen Muskelaufbau dienen, wie zum Beispiel Schwimmen, welches oft auch als Teil einer nachfolgenden Physiotherapie angeboten wird, aber keinesfalls Pflicht ist. Physiotherapeutische Maßnahmen erhalten aber die Beweglichkeit des operierten Knies und unterstützen den gesunden Heilungsprozess.

Bei anhaltenden Schmerzen kann der Tierarzt weitere Schmerzmittel verschreiben. Manchmal muss er das auch, weil im Nachhinein noch Probleme auftreten, die die Heilphase in die Länge ziehen oder dem Knie massiv schaden.

Nahrungsergänzungsmittel wie CaniMove dienen auch nach der Operation noch als praktisches Hilfsmittel, um den Aufbau und Schutz des Kniegelenk-Knorpels zu begünstigen. So wird sichergestellt, dass die richtigen Nährstoffe in ausreichender Menge vorhanden sind und das Knie ideal abheilen kann. Nahrungszusätze sind bei einer Patellaluxation eigentlich immer anzuraten. Manchmal verschreibt der Tierarzt ganz ähnliche Präparate, die dann aber oft teurer sind.

Alles in allem wird der Hund nach der Operation auf langsamen, kurzen Spaziergängen bewegt. Bewegung ist während der Heilphase durchaus wichtig, darf aber nur sehr ruhig und kontrolliert, also vor allem an der Leine stattfinden. Geht dabei bewusst langsam mit eurem Hund, damit dieser das Bein sauber strecken und belasten muss.

Erst nach ungefähr sechs Wochen ist die Patellaluxation Operation verheilt. Dann sollte der Tierarzt zunächst noch einmal einen Blick auf euren Hund und das betroffene Bein werfen, um sein Okay zu geben, bevor der Vierbeiner wieder vollkommen normal bewegt werden darf.

Stellt euch allgemein auf viel Pflege und Kontrolle ein, denn der Hund will zu früh, zu viel, sodass ihr ihn ständig beobachten und bremsen müsst, wenn er es mal wieder übertreibt. Das passiert natürlich zwangsläufig, da der Hund durch die Schmerzmittel kein Gefühl für seine Verletzung hat. Bei kleinen Hunden ist außerdem schon das von der Couch springen ein Problem, weshalb ihr sie jederzeit im Blick behalten solltet.

Den Hund trotz Patellaluxation beschäftigen

Ein Problem, welches betroffene Hundehalter gut kennen, ist, dass der Hund trotz Schmerzen den Drang zur Bewegung nicht verliert. Das bedeutet, dass ihr euren Vierbeiner auf der einen Seite zwar schonen müsst, er auf der anderen aber dennoch die entsprechende Auslastung benötigt, damit es ihm gut geht.

Bei uns hat sich damals Intelligenzspielzeug für Hunde als effektiv erwiesen, um unsere Chihuahua-Hündin entsprechend zu beschäftigen und damit auch effektiv auszulasten. Inzwischen haben wir uns, auch krankheitsbedingt, eine regelrechte Sammlung an Intelligenzspielzeug zugelegt

Durch die Kopfarbeit mit dem Intelligenzspielzeug, wird der Hund gezielt gefordert und ist letztendlich ebenso erschöpft und zufrieden, wie er es nach einem großen Spaziergang wäre. So reichen kleine Gänge, die das Knie schonen, inzwischen vollkommen aus, solange nebenher noch Denkspiele, Tricks und allerlei andere Übungen absolviert werden.

Die Alternative heißt Kopfarbeit statt Beinarbeit und das funktioniert bei ziemlich hervorragend. Gerade nach der Operation wird eine gute Ablenkung benötigt, da der Hund voll mit Schmerzmitteln ist und dementsprechend auch schon wieder Springen und Rennen möchte, was er nach der Operation natürlich nicht darf. Wer sich hier eine Sammlung mit Intelligenzspielzeug für Hunde aufbaut, entdeckt ganz neue Seiten an seinem Vierbeiner und beschäftigt ihn, ohne dass er dabei Rennen oder Springen muss.

Patellaluxation Hund Erfahrungen

Bei unserer Chihuahua-Hündin war der Fall mit der Patellaluxation leider nicht ganz so schnell klar, wie wir uns das gewünscht hätten, doch das lag zum Großteil einfach an unvernünftigen und schlichtweg ungeschulten Tierärzten. Im Großen und Ganzen durchlebten wir mit der Kleinen eine regelrechte Tierarzt-Odyssee, die erst nach jahrelangen Torturen eine vernünftige Diagnose und korrekte Heilung hervorbrachte.

Doch eben weil dieser Weg so lang und steinig war, konnten wir in dieser Zeit viele Erfahrungen bezüglich der Patellaluxation beim Hund sammeln. Wir erfuhren Fakten, die im Internet oft anders dargestellt wurden und lernten Details, die es so in keinem Buch gibt. Auch über Tierärzte bildeten wir uns eine ganz neue Meinung.

Es gibt auch viele Fehlinformationen bezüglich der Patellaluxation Hund, die immer wieder auftauchen und schnell nachgeplappert werden. Deshalb entstand auch diese Website. Weil auch wir zunächst durch einen Irrgarten an Fehlinformationen wanderten und erst viel zu spät die wahren Fakten erfuhren, wollten wir es anderen Betroffenen ein wenig leichter machen. Alle hier geschilderten Erfahrungen bezüglich der Patellaluxation beim Hund, basieren auf unserem eigenen Fall, jeder Menge praktischen Erfahrungen und einer Menge Ärger, den uns die Tierärzte in dieser Zeit gemacht haben.

Um eine lange Geschichte kurz zu erzählen: Wir haben unseren Hund damals operieren lassen und es war im Nachhinein betrachtet ein großer Fehler. Zum einen weil die Operation der Patellaluxation keine dauerhafte Besserung brachte, zum anderen aber auch, weil sich herausstellte, dass die Patellaluxation beim Hund sowieso erneut auftreten kann, die Operation also kein dauerhafter Schutz ist. Mit all dem Wissen, dieser Zeit, würden wir nun immer eine konservative Behandlung vorziehen und nur dann operieren, wenn es wirklich nicht mehr anders geht.

Wir wünschen euch und eurem Hund alles Gute und hoffen, wir konnten euch mit den Informationen dieser Seite ein wenig helfen.