Patellaluxation
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Alles über die Patellaluxation beim Hund. Symptome, Grade, Kosten, Behandlung ohne OP und mit OP, sowie viele weitere hilfreiche Informationen für betroffene Hundehalter. Hier erfahrt ihr alles was ihr wissen müsst, mit was ihr rechnen solltet und wie sich eine Patellaluxation am besten behandeln lässt. Außerdem erwartet euch ein Erfahrungsbericht, mit vielen persönlichen Hinweisen und Tipps.

Allgemeine InformationenPatellaluxation Erfahrungsbericht
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Was ist eine Patellaluxation?

Die inzwischen leider bereits weit verbreitete Patellaluxation beim Hund ist eine Kniegelenksverletzung, bei der die Kniescheibe (Patella) des Tieres deutlich verrenkt ist. Die nicht selten äußerst schmerzhafte Patellaluxation, macht sich beim Hund häufig auch in Form von Lahmheiten bemerkbar, sodass eines der Hinterbeine zeitweise angehoben, oder sogar dauerhaft geschont wird. Typisch für eine PL ist ein daher auch ein leicht springender Gang (dreibeiniger Gang), der stets als das erste Anzeichen für die Erkrankung angesehen wird. Besonders häufig von einer Patellaluxationen betroffen, sind vor allem die kleinen Hunderassen wie z.B. die Zwergrasse Chihuahua. Aber auch heranwachsende, sowie ältere Hunde, leiden überdurchschnittlich oft an der krankhaften Kniescheibenverrenkung. Auf dieser Informationsseite erfahren betroffene Hundehalter nun alles was sie wissen müssen. Angefangen bei der Diagnose und der einfachen Behandlung ohne Operation, bis hin zum klinischen Eingriff und zu meinem persönlichen, ausführlichen Erfahrungsbericht als betroffener Halter. Vorab schon einmal alles Gute für euch und euren Hund.

Homöopathischer Geheimtipp

Als kleiner Geheimtipp, der sich unter Haltern von betroffenen Hunden und in den verschiedenen Gruppen und Foren zum Thema »Patellaluxation beim Hund« bereits mehrfach herumgesprochen hat, haben sich die CaniMove Gelenktabletten erwiesen. Die Tabletten, die übrigens auch zerkleinert unter das Futter gemischt werden können, beinhalten dabei vor allem natürliche Nahrungsergänzungsmittel, wie beispielsweise Grünlippmuschelextrakt, Glucosamin, MSM und ähnlich unbedenkliche Nährstoffe, die im Falle einer Patellaluxation nicht nur für einen sehr effektiven und vorbeugenden Schutz sorgen, sondern auch bei der Behandlung dieser oft schmerzhaften Kniescheibenverrenkung helfen können. Außerdem sind Nahrungsergänzungsmittel bei einer Patellaluxation oft der rettende Ausweg vor einer teuren und sehr risikoreichen Operation, die mit den zusätzlichen Nährstoffen oft vermieden werden kann. Mehr zum Thema Patellaluxation beim Hund, deren Symptome, Grade, Ursachen und passenden Behandlungen, erfahrt ihr in den weiteren Absätzen sehr detailliert und anhand von vielen Beispielen erklärt. Da die erwähnten Nahrungsergänzungsmittel aber oft schon helfen, gerade bei leichten Patellaluxationen, sollte der Tipp, der sich in den Hundegruppen bereits bewährt hat, hier natürlich auch nicht unerwähnt bleiben. Ein Versuch ist es wert.

Detaillierte Infos und ein Erfahrungsbericht

Diese Website entstand nicht einfach so, sondern weil ich selbst einen Patellaluxation geplagten Hund habe. Meine kleine Chihuahua-Hündin traf es mit ca. 2 Jahren und es war eine vererbte PL, die von Anfang an, also schon im jungen Alter, deutlich sichtbar war. Mit der Zeit wurde die Patellaluxation dann leider immer schlimmer und während dieser Phase fand ich bei Tierärzten leider nicht immer die erhoffte Hilfe, ganz im Gegenteil sogar, ich machte eine wahre Tierarzt-Oddysee durch, um ganz ehrlich zu sein. Doch eben weil die Zeit bis zur Operation von Fehlschlägen, falschen Diagnosen und Behandlungen, sowie allerlei Problemen geplagt war und weil die Operation selbst am Ende so umfangreich ausfiel, lernte ich in dieser Zeit eine Menge und konnte vieles was ich vorab im Internet fand, widerlegen bzw. stellte sich das Meiste einfach als dümmliches Halbwissen heraus.

Durch eigene Erfahrungen und die lange Geschichte mit meiner Hündin angetrieben, wollte ich nun auch anderen Betroffenen Hundehaltern helfen und deshalb gibt es auf dieser Seite auch das gesamte gebündelte Wissen, welches ich während der schweren Zeit erhalten habe. Weil nicht jeder Leser an persönlichen Erfahrungen und Informationen interessiert ist, habe ich die Seite hier allerdings in zwei Bereiche aufgeteilt. Wer möchte liest nur die wissenschaftlichen und faktischen Infos zur Patellaluxation beim Hund. Alle anderen klicken auf »Erfahrungsbericht«, um quasi ein Tagebuch meiner eigenen Geschichte verfolgen zu können. Mitsamt Rückschlägen, Erfolgen und all den Hoffnungen. Wenn ihr selbst einen PL geplagten Hund habt, wäre meine Bitte, dass ihr unbedingt beides durchlest. Die Infos, um zu wissen was faktisch gesehen getan werden kann und was eine Patellaluxation eigentlich im Detail genau ist. Und den Erfahrungsbericht, um sich im klaren darüber zu sein, was noch alles auf euch zukommen kann oder wird und wie genau eigentlich die Heilphase etc. verläuft, sollte es zu einer Operation. Hier geht es zu den umfangreichen Infos und hier findet ihr meinen Erfahrungsbericht.

Patellaluxation erkennen

Die Patella (Kniescheibe) eines Hundes besteht aus einem scheibenförmig abgeflachten Knochen, der sich vor dem Kniegelenk befindet. Bei einer Kniescheibenverrenkung verbleibt die Patella nun nicht mehr an ihrem üblichen Platz, sondern springt immer wieder aus ihrer, im Oberschenkelknochen befindlichen Gleitrinne. Deshalb führt eine Patellaluxation bei Hunden oft auch dazu, dass die Tiere das betroffene Bein nicht mehr korrekt, oder nur noch unter starken Schmerzen belasten können. Humpeln und gelegentliches aussetzen der Schritte sind die typischen Anzeichen und klaren Symptome einer Patellaluxation beim Hund. Zunächst treten solche Merkmale kaum wahrnehmbar und nur gelegentlich in Erscheinung. Erst in späteren Stadien, machen sie sich im Gang des Hundes deutlicher bemerkbar und können vom Tier nicht länger »versteckt« werden. Dann ist Handeln angesagt, um dem Hund das Leid der chronischen Schmerzen so gut es geht zu ersparen und ihm möglichst schnell Linderung zu verschaffen.

Ursachen einer Patellaluxation

Eine Patellaluxation beim Hund geht häufig auf eine krankhafte Knochenveränderung, oder auf Schwächen des Bindegewebes zurück. Einfluss auf eine Patellaluxation haben sowohl genetische, als auch umweltbedingte Ursachen, wie zum Beispiel eine falsche und unsachgemäße Haltung, sowie zu viel Bewegung im jungen Alter des Hundes. Auch Fehlernährung kann zu einer Patellaluxation beim Hund führen bzw. die Fehlstellung der Kniescheibe noch weiter fördern und dementsprechend begünstigen. Hier helfen die oben erwähnten Nahrungsergänzungsmittel überraschend gut, denn diese gleichen die Unterversorgung, gerade bei einer leichten Patellaluxation, mit für die Hundegelenke wichtigen Nährstoffen aus. Oder anders gesagt: Statt einer schwierigen, risikoreichen und teuren Operation, reicht es bei vielen Hunden schon wenn entsprechende Nahrungszusätze gefüttert werden. Die sorgen einfach dafür, dass die Gelenke wieder mit allen notwendigen Stoffen versorgt werden, die Patella also wieder problemlos in die korrekte Position rutschen kann. Ein bisschen wie das Schmiermittel bei einer Tür, damit diese leise und leicht schließt. Die eigentliche Ursache, nämlich die Patellaluxation, bleibt dann zwar weiterhin bestehen, sie ist für den Hund aber nicht länger schmerzhaft und durch die gute Versorgung der Gelenke, bildet sich eine starke, belastbare und haltbare Basis in Form von Knorpel. So ist alles gut versorgt und die Patella kann schmerzfrei von allein wieder in die korrekte Position rutschen.

Knochenbedingte Patellaluxation

Zu den knochenbedingten Ursachen einer Patellaluxation beim Hund gehören die folgenden drei Punkte, die dabei auch noch recht typisch sind. Hier unterscheidet man vor allem die verschiedenen Arten von PL, etwa eine Patellaluxation die genetisch bedingt, oder eher durch eine zu kleine Patella hervorgerufen wurde. Bei O- oder X-Beinen handelt es sich beispielsweise um eine genetische, oder durch Fehlernährung bedingte Fehlstellung der Hinterläufe, bei der die Kniescheibe in Bewegung immer wieder schräg durch die Rollfurche gezogen wird. Aufgrund der überdehnten Seitenbänder, springt die Kniescheibe bei O-Beinen aus der Gleitrinne nach innen bzw. bei X-Beinen nach außen heraus. Auch bei der Geburt kann die Gleitrinne bereits zu flach ausgebildet sein. Auch kann die Patella zu groß sein, sodass sie nicht richtig zur Rollfurche passt. Knochenbedingte Patellaluxationen sind oft auch auf unsachgemäße Züchtungen zurückzuführen, bei denen mangels Untersuchung und Kontrolle, Gendefekte einfach weitervererbt werden. Gerade bei den so beliebten Chihuahua, gibt es unzählige dieser Qualzuchten. Leider entscheidet bei vielen Hundehaltern oft nur die Optik, nicht aber die Gesundheit oder das Wesen. Deshalb züchten skrupellose Züchter und Vermehrer immer wieder Defekte bewusst mit, oder kümmern sich nicht richtig darum, selbige zu vermeiden.

Bindegewebs- Muskelschwächen Patellaluxation

Wenn die Muskulatur oder das Bindegewebe unzureichend ausgebildet sind, kann die Funktionsfähigkeit von Bändern, Sehnen und Gelenkkapseln des Hundes in Mitleidenschaft gezogen werden. Die Kniescheibe findet dann möglicherweise keinen ausreichenden Halt mehr und springt einfach heraus. Reine Bindegewebsschwächen führen jedoch selten zu einer schwerwiegenden Patellaluxation beim Hund. Der Bewegungsablauf wird bei Bindegewebsschwäche daher meist auch kaum beeinträchtigt. Trotzdem ist dies eine der Möglichkeiten, die zur Patellaluxation führen können, auch wenn es häufig andere Ursachen gibt.

Unfallbedingte Patellaluxation beim Hund

Auch durch einen heftigen Unfall kann (vor allem bei größeren Hunden) eine schwerwiegende Patellaluxation in Erscheinung treten. Unfallbedingte Kniescheibenverrenkungen treten allerdings überwiegend einseitig, also nicht auf beiden Beinen, sondern jeweils nur am verletzten bzw. betroffenen Hundebein auf. Ein kleineres Problem ist die Luxation dadurch aber nur bedingt. Da Unfälle aber zum Glück nicht allzu häufig vorkommen, ist auch die Patellaluxation aufgrund dessen nicht sehr weit verbreitet. Meistens wird eine Patellaluxation schlichtweg von den Eltern des Hundes vererbt und ist oft auch auf falsche bzw. fragwürdige Züchtungen zurückzuführen. Eine Schande, die sich allerdings nur dann in den Griff bekommen lässt, wenn Züchter ihre Hunde vernünftig, sorgfältig, sowie mit dem richtigen Verantwortungsbewusstsein untersuchen lassen, um entsprechende Fehler und Defekte bereits vorab festzustellen, bevor diese leichtsinnig weitervererbt werden. Bei gesunden Züchtungen tritt eine Patellaluxation beim Hund daher kaum noch auf.

Klassische Symptome einer Patellaluxation

In vielen Fällen bleibt eine Patellaluxation bei Hunden überraschenderweise vollkommen symptomfrei. Die Kniescheibenverrenkung kann unter Umständen aber auch sehr starke Schmerzen auslösen. In besonders schweren Fällen kann die Belastbarkeit des Beins sogar so stark eingeschränkt werden, dass der Hund deutlich sichtbar lahmt und zeitweise gar nicht mehr richtig auftreten will bzw. das Laufen schlichtweg verweigert. Eine Patellaluxation beim Hund ist also oft daran erkennbar, dass das Tier beim Laufen plötzlich humpelt bzw. ein Bein schlagartig anhebt und mehrere Schritte auf drei Beinen weiter läuft. Der Hund will das betroffene Bein damit entlasten und die Folge ist ein, typisch für Patellaluxationen, leicht hüpfender Gang, der meist nur wenige Schritte anhält, bevor dann alles wieder beim Alten ist, so als wäre nichts gewesen. Zu den Symptomen bei unfallbedingten Patellaluxationen zählen, neben äußerlich deutlich erkennbaren Verletzungen, auch gerissene Gelenkbänder und Blutergüsse.

Chihuahua in der Heilphase nach der Patellaluxation OP

Diagnose der Patellaluxation

Die Diagnose einer Patellaluxation beim Hund erfordert meist eine umfangreiche und ausführliche tierärztliche Untersuchung. Das betroffene Bein wird beim Liegen und Stehen des Hundes genauestens begutachtet und sorgfältig vom Tierarzt abgetastet. Dieser bewertet zudem auch noch den tatsächlichen Gang des Tieres und schaut sich diesen daher noch einmal gesondert an. Meistens bitten Tierärzte den Hundehalter darum, einmal in der Praxis hin- und herzugehen. Hier empfiehlt es sich auch bereits vorab, besonders aussagekräftige Momente mit dem Handy festzuhalten, um dem Tierarzt dann genau diese Aufnahmen präsentieren zu können. Da Hunde Verletzungen in fremden Umgebungen und unter Aufregung meistens zu verstecken versuchen, kann das Video in diesem Fall Gold wert sein. Eine Röntgenuntersuchung gibt weiterhin Aufschluss über das Ausmaß der Patellaluxation und hilft auch bei der genauen Bestimmung einer Vorgehensweise bzw. der eventuell geplanten Operation, oder weiterführenden Therapie. Ein geschulter und verantwortungsvoller Tierarzt wird jedoch in der Regel erst dann Röntgen, wenn eine Operation kurz bevorsteht, nicht aber während der ersten Untersuchung. Festgestellt wird eine Patellaluxation bei Hunden lediglich durch das Abtasten, sowie durch gezielte Bewegungen am Bein, die der Tierarzt umfangreich prüft. Nur für eine bevorstehende Operation, müssen Knochenbau etc. auf dem Röntgenbild genauer begutachtet werden. Achtet darauf, denn ein Tierarzt der sofort Röntgen möchte, ist meist nicht sonderlich seriös und denkt wohl eher an das Geld verdienen, als an das Wohl eures Hundes. Ein Seriöser Tierarzt nimmt sich Zeit und klärt euch am Ende über den Grad der Patellaluxation auf.

Schweregrade einer Patellaluxation

Die Patellaluxation beim Hund wird allgemein in vier verschiedenen Schweregraden diagnostiziert. Jeder Grad ist dabei unterschiedlich stark ausgeprägt. Die genaue Einstufung der verschiedenen Grade ist vor allem deshalb besonders wichtig, weil sich nach ihnen Therapie und Behandlung des Hundes richten sollten. Ein professioneller Tierarzt stuft die Patellaluxation eures Hundes daher nach dem genauen Abtasten und kontrollieren in einen der folgenden vier Grade ein.

Patellaluxation Grad 1: Eine Patellaluxation Grad 1 liegt vor, wenn die Patella zwar vorübergehend aus der Gleitrinne gedrückt werden kann, diese jedoch spontan und vollkommen problemlos wieder zurückspringt. Grad 1 ist daher weniger dramatisch und eine Operation des Beines ist nicht notwendig. Damit die Gelenke gut gestärkt werden, empfehlen sich aber auch hier wieder entsprechende Nahrungsergänzungsmittel, die für die richtige Schmierung aller Gelenkteile sorgen und den Knorpelaufbau entsprechend begünstigen. Nur weil keine Operation notwendig ist, kann die Patellaluxation also trotzdem nicht einfach ignoriert werden.

Patellaluxation Grad 2: Bei einer Patellaluxation Grad 2 kommt es zu häufigen Verrenkungen der Kniescheibe, die teilweise selbständig, teilweise jedoch auch erst bei einer direkten Bewegung der Hinterläufe, oder sogar durch manuellen Druck zurückspringt. Auch hier reichen Nahrungsergänzungsmittel in der Regel noch vollkommen aus, um die Symptome abzuschwächen bzw. sogar vollständig verschwinden zu lassen. Eine Operation kommt erst dann in Frage, wenn Nahrungsergänzungsmittel auch nach einigen Monaten nicht die gewünschte Wirkung zeigen, oder aber der Hund sichtbar unter Schmerzen leidet. In der Regel wird bei Grad 2 aber noch nicht operiert, sondern nur entsprechend therapiert.

Patellaluxation Grad 3: Eine Patellaluxation beim Hund in Grad 3 zeichnet sich durch eine andauernde Kniescheibenverrenkung aus, bei der das Schienbein erkennbar verdreht ist. Eine Streckung des betroffenen Beines ist dem Hund bei einer Grad–3-Erkrankung nicht mehr möglich. Durch manuellen Druck lässt sich die Patella jedoch wieder in die Gleitrinne verlagern, springt allerdings auch schnell wieder aus selbiger heraus. Hier wird oft zu einer Operation geraten. Vorab sollten natürlich zunächst konservative Mittel getestet werden, denn schon oft haben Tierärzte einen Grad fälschlicherweise diagnostiziert, sodass am Ende doch auf eine Operation verzichtet werden konnte. Hier muss der Einzelfall betrachtet werden, außerdem sollte geprüft werden, ob nach Gabe der Nahrungsergänzungsmittel eine Besserung erkennbar ist. Auch Physiotherapie, zur Stärkung der entsprechenden Muskulatur, kann eine Patellaluxation Grad 3 deutlich verbessern, sodass manchmal auf eine OP verzichtet werden kann.

Patellaluxation Grad 4: Die Patellaluxation Grad 4 ist gegeben, wenn sich die Kniescheibe andauernd außerhalb der Gleitrinne befindet und sich auch nicht mehr manuell einrenken lässt. Eine Operation scheint angebracht, da sie die Lebensfreude des Hundes spürbar erhöhen wird und seine Probleme beseitigt. Bei Grad 4 sollte definitiv über eine Operation nachgedacht werden, um dem Hund wieder ein schmerzfreies Leben zu ermöglichen. Anders ist die PL Grad 4 auch kaum wegzubekommen, hier hilft nur noch ein direkter Eingriff.

Zusammengefasst lässt sich sagen, dass eine Patellaluxation beim Hund nur in sehr schweren Fällen wirklich Probleme bereitet und operiert werden sollte. Bevor also an eine teure und vor allem immer auch risikoreiche Operation gedacht wird, können immer erst die natürlichen Nahrungsergänzungsmittel getestet werden. Schlagen diese nach einigen Monaten wie gewünscht an, können Sie ihrem Hund die schwere Operation (mit langer Genesungsdauer) wahrscheinlich komplett ersparen. Und das wäre doch wundervoll, oder etwa nicht? Schließlich bringt eine Operation oft auch ein Trauma und eine schmerzhafte Heilphase mit sich, ganz zum schweigen vom allgemeinen Risiko der Narkose. Ist die Patellaluxation also nicht ganz so schlimm, kann immer erst der Weg ohne OP eingeschlagen werden. Operiert werden kann schließlich immer noch, wenn am Ende keine Besserung in Sicht ist.

Wichtiger Hinweis zur Hundeversicherung

Zum Glück leben wir in Zeiten, in denen es entsprechende Hundeversicherungen gibt. Auch die Operation einer Patellaluxation beim Hund, übernimmt daher im besten Fall die Hunde OP Versicherung, oder auch die vollständige Hundekrankenversicherung. Allerdings gibt es hier, je nach Versicherungsunternehmen und abgeschlossenem Tarif, durchaus entsprechende Ausnahmen. Da die Patellaluxation nämlich auch rassebedingt und durch falsche Züchtungen hervorgerufen werden kann, gibt es einige Hundeversicherungen die solche, rassetypische Erkrankungen, als spezielle Ausnahme ansehe und dies im Versicherungsvertrag auch entsprechend vermerkt haben. Wer sich genauer über das Thema Hundeversicherungen informieren möchte, schaut einfach mal hier vorbei. Dort gibt es alles was ihr über das Thema Versicherung für den Hund wissen müsst, sowie viele Empfehlungen und eine ganze Menge Tipps.

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Operation nicht immer notwendig

Auch wenn der behandelnde Tierarzt eine Operation empfiehlt, ist dennoch Vorsicht geboten. Häufig sind die Operationen, wie eben schon erklärt, gar nicht zwingend notwendig. In vielen Fällen, vor allem bei leichteren Patellaluxationen, helfen Nahrungsergänzungsmittel und/oder Physiotherapie bereits aus, um die Gelenke wieder zu schmieren und die Symptome der Patellaluxation fast vollständig zu beseitigen. Der Hund läuft dann wieder weitgehend normal und eine risikoreiche (eine OP mit Betäubung ist bei Tieren immer noch ein großes Risiko), sowie recht teure Operation, ist so meist gar nicht mehr notwendig. Leider sehen viele Tierärzte hier anscheinend nur das Geld, denn eine Patallaluxation wird häufig mit bis zu 800 Euro pro Bein operiert (zu den Kosten gibt es weiter unten noch ergänzende Informationen). Durch den entsprechend hohen Verdienst für den Tierarzt, wird selbige oft auch in Fällen empfohlen, in denen eine Operation gar nicht nötig gewesen wäre. Daher ist immer etwas Vorsicht geboten und vor allem aber auch eine zweite fachkundige Meinung. Zu den Kosten gesellen sich übrigens oft noch weitere hinzu (Verbrauchsmaterial, Nachbehandlung) und je nach Tierarzt unterscheiden sich die Preise für die Operation zum Teil enorm. Hier würde ich empfehlen, eine modern ausgestattete Praxis zu wählen, die neuwertige Geräte und entsprechende Erfahrung mitbringt. Vor allem aber vorab immer eine zweite Meinung, bei einem anderen Tierarzt einholen. Nur so ist man bei ärztlichen Fragen ein wenig abgesichert.

Beschäftigung von Hunden mit einer Patellaluxation

Ein großes Problem, welches betroffene Hundehalter nur zu gut kennen, ist, dass der Hund trotz Schmerzen den Drang zur Bewegung nicht verliert. Das bedeutet, dass ihr euren Vierbeiner auf der einen Seite schonen müsst, er auf der anderen Seite aber dennoch die artgerechte und auch notwendige Auslastung benötigt, die ein Hund einfach fordert, Patellaluxation hin oder her. Bei mir haben sich damals Intelligenzspielzeuge für Hunde als ziemlich effektiv erweisen, um meine Chihuahua-Hündin entsprechend zu beschäftigen und damit auch effektiv auszulasten. Inzwischen haben wir uns, auch krankheitsbedingt, eine regelrechte Sammlung an Intelligenzspielzeugen aufgebaut, sodass beim spielen genügend Abwechslung geboten werden kann. Durch die Kopfarbeit wird das Tier gezielt gefordert und ist letztendlich ebenso erschöpft und zufrieden. So reichen kleine Spaziergänge, die das Knie schonen, meist vollkommen aus, solange nebenher noch Denkspiele und andere Übungen absolviert werden. Die Alternative heißt also Kopfarbeit, statt Beinarbeit und funktionierte bei uns recht gut. Gerade nach der Operation benötigt ihr Ablenkung, denn der Hund ist voll mit Schmerzmitteln und möchte schon wieder Springen und Rennen, was aber zumindest direkt danach noch untersagt sein sollte.

Therapie einer Patellaluxation beim Hund

Leichte Formen einer Patellaluxation können überwiegend konservativ, also ohne eine Operation behandelt werden. Zu den therapeutischen Maßnahmen gehören z.B. das manuelle Einrenken und die Stabilisierung des Kniegelenks durch eine spezielle Schiene. Auch Physiotherapie für Hunde kann hier eine große Hilfe sein, vor allem um die richtigen Muskeln zu trainieren, die das Kniegelenk im besten Fall abstützen und deutlich entlasten können. Überhaupt sollte auch der Rat eines Physiotherapeuten für Hunde nicht unterschätzt werden, was viele Hundehalter leider oft vergessen und blind den Tierärzten vertrauen, die mit der tatsächlichen Bewegung des Hundes aber oft weit weniger vertraut sind und weniger zu tun haben als ein Physiotherapeut, der in diesem Bereich eigentlich ein Profi sein sollte. Also ruhig vorab oder auch danach, einen Physiotherapeut kontaktieren und ihn nach seiner Meinung, oder nach einem gezielten Training zur Unterstützung fragen. Meistens gibt es hier zumindest ein oder zwei Übungen, die bei einer Patellaluxation von Vorteil sind.

Nahrungsergänzungsmittel als Hilfe

Zur Therapie sollten auch unbedingt die bereits mehrfach genannten Nahrungsergänzungsmittel eingesetzt werden, da sie bereits nach kurzer Zeit ihre Wirkung entfalten und sich allgemein positiv auf das Wohlbefinden des Hundes auswirken. Außerdem schaden sie dem Tier nicht, sondern eignen sich auch zur Vorbeugung von möglichen Erkrankungen des Bewegungsapparates. Für kleine Hunde bis maximal 10 Kilogramm, nehmt ihr bitte die CaniMove Gelenktabletten für kleine Hunde, für alle anderen Hunde bis maximal 40 Kilogramm Gewicht, nehmt ihr dementsprechend die CaniMove Gelenktabletten für große Hunde. Beide Packungen gibt es natürlich auch noch im deutlich günstigeren Doppel- oder Dreierpack, was sich empfiehlt, da Nahrungsergänzungsmittel dauerhaft und ohne Pause gegeben werden sollten, damit ihre Wirkung auch wie gewünscht eintritt. Je nach Gewicht passt ihr die jeweilige Dosis dann natürlich noch entsprechend an. Hunde bis 5 Kilogramm zum Beispiel, bekommen eine halbe Tablette und besonders große Hunde entsprechend mehr. Weitere Infos finden sich direkt auf der Verpackung wieder. Keine Sorge, dort ist alles Wichtige vermerkt worden. Die Gelenktabletten selbst könnt ihr dann einfach über das Futter des Hundes verteilt, oder natürlich auch direkt geben. Die meisten Vierbeiner haben aber weniger Probleme mit der Einnahme, wenn sie über das Futter gebröselt werden, und unangenehm wahrgenommen werden die Gelenktabletten dann ebenfalls nicht. Viele Betroffene Hundehalter mit einem Patellaluxation geplagten Hund, schwören jedenfalls darauf und sind der Meinung, dass die Tabletten als Therapiemaßnahme bestens geeignet sind und schon nach kurzer Zeit eine Veränderung sichtbar ist. Mir ging es damals übrigens ganz ähnlich, sonst würde ich selbiges auch gar nicht empfehlen. Beide Mittel sind in der Community und auf dem Hundeplatz auch echte Geheimtipps geworden und gelten als wichtigste Maßnahme, wenn eine Patellaluxation beim Hund ohne teure und gefährliche Operation behandelt werden soll. Durch die Nahrungsergänzungsmittel verschwindet der Schmerz oft vollständig, die Gelenke sind bestens geschmiert, und die Problematik des Beines macht sich kaum bis gar nicht mehr bemerkbar. Wer seinem Hund helfen möchte, sollte zu aller erst also eine Behandlung mit Gelenktabletten ausprobieren, bevor er sich für andere, größere und gefährlichere Maßnahmen entscheidet.

Hinweis: Auch der Tierarzt möchte euch vor und nach der Operation verschiedene Nahrungsergänzungsmittel, Tabletten, oder auch spezielle Leckerlies verkaufen. Diese enthalten normalerweise exakt dieselben Stoffe (MSM, Glucosamin, Grünlippmuschelextrakt) wie die hier erwähnten Tabletten, welche die Gelenke und die Heilung entsprechend unterstützen sollen. Leider kosten diese Mittelchen vom Tierarzt aber weit mehr und enthalten meist auch noch zusätzliche ungesunde Füllstoffe und/oder Lockstoffe. Darunter sind beispielsweise Getreide, verschiedene Mehle und noch vieles mehr. Falls ihr also nicht vollversichert seid und die Medikamente vom Tierarzt von eurer Hundekrankenversicherung übernommen werden, empfehle ich euch persönlich lieber die CaniMove Tabletten zu nehmen.

Narbe von Patellaluxation am Knie vom Chihuahua

Wann eine Operation sinnvoll ist

Springt die Kniescheibe des Hundes trotz aller Therapieversuche immer wieder aus der Gleitrinne, kann eine Operation der Patellaluxation irgendwann zwingend notwendig werden, um Schädigungen an den Kniegelenken zu vermeiden. Vorrangiges Ziel der Operation ist dabei die Stabilisierung der Kniescheibe in ihrer Ausgangsposition z.B. durch Vertiefung der Gleitrinne und/oder mit Hilfe von Drähten. Möglich sind bei einer Operation auch weitere Eingriffe, wie die Straffung der Gelenkkapsel, oder die Korrektur von Achsenfehlstellungen. Notwendig wird eine Operation prinzipiell immer dann, wenn Nahrungsergänzungsmittel und Physiotherapie keine Wirkung zeigen bzw. der Hund sichtbare Schmerzen leidet und durch die Luxation einfach etwas von seiner Lebensfreude verliert. In solch einem Fall ist die Operation das einzig Richtige, weil es ihm danach deutlich besser gehen wird. Auch bei besonders großen und schweren Hunderassen, kann eine Operation zwingend notwendig werden, da zu viel Gewicht auf dem Knie lastet. Allerdings ist die Patellaluxation meist typisch für besonders kleine Rassen und bei großen Hunden oft eher unfallbedingt.

Wann eine Operation nicht sinnvoll ist

Bevor die Entscheidung für oder gegen eine Operation gefällt wird, sollten unbedingt zwei, oder vielleicht sogar drei Tierärzte konsultiert werden, die sich einen Eindruck verschaffen können. Am besten Spezialisten bzw. Orthopäden. So ist es durchaus schon vorgekommen, dass der Tierarzt eine Patellaluxation diagnostizierte, ein anderer diese aber gar nicht feststellen konnte, woraufhin ein weiterer plötzlich wieder zur Operation drängte (siehe auch Hinweise in meinem persönlichen Erfahrungsbericht weiter unten). Kleine Hunderassen sollten bei Schmerzfreiheit wenn möglich nicht operiert werden, da die möglichen Nebenwirkungen einer Operation häufig schwerer wiegen als die Beeinträchtigungen durch die Patellaluxation selbst. Auch bei älteren Hunden, eventuell mit Vorerkrankungen z.B. des Herz-Kreislauf-Systems, ist immer erst abzuwägen, welche Nebenwirkungen auftreten können und ob deshalb nicht eine konservative Behandlung ohne Operation vorzuziehen ist. Genau so verhält es sich auch bei besonders jungen Hunden, denn auch da sollte auf gar keinen Fall zu voreilig operiert werden. Wegen der sich noch im Wachstum befindlichen Knochen, zeigt eine Operation bei Junghunden möglicherweise nämlich keinen nachhaltigen Erfolg und muss im späteren Alter noch einmal wiederholt werden. Geringfügige Fehlstellungen können darüberhinaus, bei richtiger Ernährung und ausreichendem Auslauf, noch herauswachsen, ohne dass es einer Operation bedarf.

Ob die Operation einer Patellaluxation sinnvoll ist oder nicht, entscheiden daher auch immer die Umstände des Einzelfalls. Von vorbeugenden Operationen wird eher abgeraten. Zur Vorbeugung machen Nahrungsergänzungsmittel mehr Sinn, die hier wirklich dafür sorgen, dass die Gelenke dauerhaft gut versorgt sind und die Symptome nach und nach verschwinden, oder zumindest abgeschwächt werden bzw. gar nicht erst auftreten, wenn die Zusätze zur Vorbeugung gegeben werden. Zu beachten ist bei der Entscheidung immer, dass ein gelegentliches Anheben des Beines nicht zwangsläufig auf Schmerzen des Hundes, sondern eventuell auf eine nur kurzfristige, aber vollkommen schmerzfreie Gelenkblockade hinweist. Also auch hier keinesfalls gleich in Panik geraten und hals über Kopf handeln, sondern eine Operation mit all ihren Risiken, ganz in Ruhe mit dem Tierarzt des Vertrauens besprechen und abklären was in eurem Fall wirklich Sinnvoll ist. Auch hier zeigt sich wieder, wie wichtig ein Tierarzt ist, dem ihr absolut vertrauen könnt.

Zusammengefasst ist stets eine konservative Behandlung mit Hilfe der erwähnten Nahrungsergänzungsmittel vorzuziehen. Die Gelenktabletten sollten auch unbedingt für einige Monate getestet werden, bevor an eine Operation gedacht wird. Kommt es dann doch noch zu einem Eingriff, unterschätzt die Kosten bitte nicht, sowie die Pflege die nach der OP meist notwendig ist. Viele Tierärzte nennen die Preise beispielsweise ohne Steuern, ohne Verbrauchsmaterial, und ohne die notwendigen Nachbehandlungen, einfach weil es dann deutlich günstiger ist und nach weniger klingt. Ebenfalls nicht unterschätzen und vergessen solltet ihr den Pflegeaufwand nach der Operation, der von Tierärzten ebenfalls gerne mal heruntergespielt wird. In der Realität darf der Hund nach so einer OP aber auf keinen Fall springen (ständige Beobachtung ist angesagt), kann nicht richtig laufen und leidet unter Umständen unter starken Schmerzen, die nur mit einem Schmerzmittel in den Griff zu kriegen sind, welches wiederum Erbrechen und mehr auslösen kann. Das ist weder ein »Spaß«, noch »nebenbei« zu erledigen und sollte von euch entsprechend ernst genommen werden. Alleine den Hund so zu sehen, belastet die eigene Psyche, je nachdem wie nah ihr eurem Vierbeiner steht, wirklich enorm.

Kosten einer PL-Operation beim Hund

Die Operation einer Patellaluxation beim Hund selbst hat einen Kostenfaktor von bis zu ungefähr 800 Euro pro Bein, je nachdem welche Gebühren der Tierarzt veranschlagt, wie komplex der einzelne Fall ist, oder was sonst noch für akute Beschwerden vorliegen. Mal ist es etwas mehr, mal deutlich weniger, aber 500 bis 1000 Euro solltet ihr definitiv einplanen, auch weil noch Folgekosten und Verbrauchsmaterialkosten hinzukommen werden. Wer versichert ist und dementsprechend eine Hunde OP Versicherung, oder Hundekrankenversicherung für seinen Hund abgeschlossen hat, sollte bei einer Patellaluxation vorab unbedingt prüfen, ob die Kosten vollumfänglich von eben dieser übernommen werden. Häufig sind rassetypische Erkrankungen, gerade bei Kleinhunden, als Ausnahme speziell im Versicherungsvertrag geregelt, oder sie werden nur zum Teil erstattet. In diesem Fall also unbedingt vorher nachfragen, bevor hinterher die teure Überraschung kommt. Doch keine Sorgen, die meisten Versicherungen übernehmen die Kosten inzwischen anstandslos.

Maßnahmen-vor der eigentlichen Operation

Vor der eigentlichen Operation darf euer Hund, wie üblich, nichts fressen. Auf nüchternen Magen soll er sein, ihr kennt das sicherlich auch selbst vom Arzt. Steht eine Operation an, gibt es am Abend vorher also keinen Napf Futter mehr und auch am Morgen vor der OP nicht. Bitte darauf achten, dass auch keine kleinen Leckerlies gefüttert werden und auch in der Küche kein saftiges Steak vom Teller fällt. Bitte die Nüchternheit also nicht auf die leichte Schulter nehmen, denn es ist tatsächlich sehr wichtig, dass der Hund vor dem Eingriff einen leeren Magen hat. Zum einen, weil die Narkose zum erbrechen führen kann, was bei vollem Magen lebensgefährlich wird, zum anderen weil Verdauungsprozesse im Magen Einfluss auf Kreislauf und Körperfunktionen haben. Also wirklich dran halten!

Ablauf der Operation einer Patellaluxation

Normalerweise bringt ihr euren Hund am frühen Morgen zum Tierarzt. Dort werdet ihr gefragt, ob ihr beim Einleiten der Narkose dabei sein möchtet, oder lieber nicht. Bedenkt diese Entscheidung, da der Hund, wenn er in die Narkose gelegt wird, quasi vor euch stirbt. So sieht das zumindest aus und ich kenne die ein oder andere Dame, die dabei förmlich zusammenbrach, weil der Anblick so schrecklich war. Das kann wirklich ziemlich hart sein, also überlegt es euch gut.

Zu Guter letzt holt ihr euren Hund erst am Nachmittag, meist sogar erst am Abend wieder ab. In der Regel bekommt ihr nach der OP einen kurzen Anruf, damit ihr wisst ob alles gut gegangen ist. Meist nennt euch der Tierarzt oder die Sprechstundenhilfe dann auch noch einen ungefähren Zeitpunkt, zu dem ihr den Hund wieder abholen könnt. Es ist allerdings immer ratsam, ihn erst einmal einige Stunden zur Beobachtung beim Tierarzt zu lassen, damit er dort kontrolliert und in aller Ruhe aufwachen und sich von Narkose und Operation bereits ein wenig erholen kann. Achtet außerdem darauf, eine Box bzw. eine bequeme Tasche dabei zu haben, damit der Hund während der Fahrt nach Hause in Ruhe weiterschlafen kann, zumindest aber keine unangenehmen Erschütterungen wahrnimmt. Viel mehr wird nicht passieren, da der Hund noch vollkommen erledigt ist und erst einmal viel Schlaf und Ruhe braucht. Wie es anschließend weitergeht, erfahrt ihr weiter unten im ausführlichen Erfahrungsbericht.

Nachsorge der Patella-Operation

Die Nachsorge der Operation einer Patellaluxation ist entsprechend der Anweisungen des Tierarztes durchzuführen. Nach dem operativen Eingriff muss das Kniegelenk für gute sechs Wochen geschont werden. Treppensteigen und wildes Herumtoben sind daher auch absolut zu vermeiden. Von Vorteil sind eventuell Maßnahmen, die dem zusätzlichen Muskelaufbau dienen, wie zum Beispiel Schwimmen, welches oft auch als Teil einer nachfolgenden Physiotherapie angeboten wird, aber keinesfalls Pflicht ist. Physiotherapeutische Maßnahmen erhalten aber die Beweglichkeit des operierten Knies und unterstützen somit den gesunden Heilungsprozess. Bei Schmerzen kann der Tierarzt auch besonders starke Schmerzmittel verschreiben. Nahrungsergänzungsmittel, wie die erwähnten Tabletten von CaniMove, dienen auch hier wieder zum Aufbau und Schutz des Kniegelenk-Knorpels und sind bei einer Patellaluxation eigentlich immer anzuraten. Sowohl vor, als auch nach einer entsprechenden Operation. Manchmal verschreibt der Tierarzt auch ganz ähnliche Präparate, die dann nur entsprechend teurer sind. Sie stärken schlichtweg die Knochen und Gelenke und können von Fall zu Fall viel bewirken. Alles in allem wird der Hund nach der Operation auf langsamen, kurzen Spaziergängen bewegt. Bewegung ist während der Heilung durchaus wichtig, darf aber nur sehr ruhig und kontrolliert, also vor allem an der Leine stattfinden. Erst nach sechs Wochen ist alles soweit verheilt. Dann sollte der Tierarzt zunächst noch einmal einen Blick auf den Hund und das betroffene Bein werfen, um sein Okay zu geben, bevor der Vierbeiner wieder vollkommen normal bewegt werden darf. Stellt euch allgemein auf viel Pflege und Kontrolle ein, denn euer Hund will zu früh, zu viel, sodass ihr ihn ständig beobachten und bremsen müsst, wenn er es mal wieder übertreibt.

Kurz nach der Patellaluxation Operation

Vorbeugende Maßnahmen

Gegen eine Patellaluxation beim Hund sind grundsätzlich erst einmal verschiedene vorbeugende Maßnahmen möglich. Bereits im Welpenalter sollten Tierhalter, insbesondere bei großen Hunderassen, beispielsweise darauf achten, dass der Hund seine Gelenke nicht übermäßig stark beansprucht. Auch die Vermeidung von Übergewicht trägt sehr viel dazu bei, dass sich die Gelenke des Hundes nicht zu schnell abnutzen und keinen unnatürlichen Belastungen ausgeliefert sind. Ebenso unterstützen die bereits mehrfach erwähnten Gelenktabletten dabei, den Gelenken eine ausgewogene Nährstoffversorgung zu liefern. Liegt bereits eine Patellaluxation beim Hund vor, so empfiehlt sich außerdem eine möglichst zeitnahe Untersuchung durch den Tierarzt des Vertrauens. Eine von Anfang an hochwertige Ernährung trägt natürlich ebenfalls dazu bei, dass ihr Hund rundum gesund ist und vor allem auch bleibt.

Behandlung ohne Operation

Hunde, auch die ganz kleinen, verfügen über einen großen Bewegungsdrang. Die Lebensfreude der treuen Begleiter steht im direkten Zusammenhang mit ihrer Beweglichkeit. Hundehalter unterstützen daher bereits vorbeugend die Gesundheit der Hundegelenke durch regelmäßige Zufuhr von wichtigen Nährstoffen über das reguläre Futter. Die von Hundehaltern gerne verwendeten Nahrungsergänzungsmittel haben sich nicht nur bei der Vorbeugung einer Patellaluxation, sondern auch bei der Behandlung von Gelenkschäden aller Art mehr als bewährt und sind ein echter Geheimtipp geworden. Im Alltag empfiehlt es sich daher, die Gelenktabletten oder einzelnen Nährstoffe direkt im Futter zu verteilen. So merkt euer Hund nichts davon, auch wenn die Zusätze normalerweise kein Problem darstellen, da selbige relativ geschmacksneutral, manchmal aber eben auch etwas bitter sind.

Was ist MSM und Glykosamin?

Die bekannten und oft sehr hilfreichen CaniMove Gelenktabletten enthalten verschiedene natürliche Wirkstoffe wie Glucosamin, welches für eine optimale Versorgung von Gelenkknorpeln zuständig ist und die Bildung von Gelenkschmiere unterstützt. Außerdem helfen die Tabletten bei der Reduzierung von Schmerzen, die durch Gelenkdefekte verursacht werden können. Durch Anreicherung mit Methyl-Sulfinyl-Methan (MSM), einer natürlichen Schwefelverbindung, entfalten die Gelenktabletten auch eine entzündungshemmende Wirkung. Außerdem ist der bekannte Wirkstoff Glykosaminoglykane enthalten, der aus der neuseeländischen Grünlippmuschel gewonnen wird. Der bekannte Naturstoff sorgt dafür, dass die Hundegelenke stets über ausreichende Mengen an Gelenkschmiere verfügen und der Gelenkknorpel so optimal mit Nährstoffen versorgt wird. Allgemein ermöglichen die Tabletten den betroffenen Hunden eine bestmögliche Beweglichkeit und vermeiden oft, oder reduzieren, den häufig schmerzhaften Gelenkverschleiß. Mit den Nahrungszusätzen von CaniMove lassen sich nicht nur risikoreiche und teure Gelenk-Operationen vermeiden, sie helfen dem Hund häufig auch dabei wieder deutlich vitaler zu werden, sorgen vor und reduzieren die Symptome einer Patellaluxation beim Hund zum Teil enorm. Das ideale und natürliche Heilmittel bzw. der ideale Futterzusatz, um derartige Erkrankungen schon von Anfang an vorzubeugen und ihrem Hund ein Stück Lebensfreude zurückzugeben. Die Tabletten können zerbröselt über das Futter, zur Vorbeugung, sowie zur Behandlung akuter Gelenkkrankheiten gegeben werden.

Hüftgelenksdysplasie (HD) bei Hunden

Hunde aller Rassen sind außerdem von der Hüftgelenksdysplasie (HD) betroffen. HD bei Hunden tritt besonders häufig bei großwüchsigen Tieren auf. Nicht nur genetische Ursachen liegen einer HD zugrunde. Auch eine falsche Ernährung (wie durch das minderwertige Trocken- bzw. Nassfutter leider üblich) trägt zur Entwicklung der HD bei Hunden oft entscheidend bei. Sowohl zur Vorbeugung einer Hüftgelenksdysplasie, als auch zur weiteren Behandlung betroffener Tiere, sollten die Tipps und Tricks auf dieser Seite unbedingt beherzigt und befolgt werden.

Hilfe für kleine Hunde
CaniMove Mini Patellaluxation Tabletten

CaniMove Mini ist der ideale Zusatz, wenn ein kleiner Hund Probleme mit den Gelenken hat, oder bereits eine Patellaluxation diagnostiziert wurde. Auch zur Vorbeugung von Gelenkerkrankungen eignet sich das Nahrungsergänzungsmittel und wird einfach unter das Futter gemischt.Jetzt bei Amazon.de bestellen

Hilfe für große Hunde
CaniMove Maxi Patellaluxation Tabletten

CaniMove Maxi ist für Gelenkerkrankungen bei großen Hunden vorgesehen. Hat der Hund bereits eine Patellaluxation, dient die Tablette als wirksames Nahrungsergänzungsmittel im Futter. Auch zur Vorbeugung und zur Pflege der Hundegelenke, eignet sich CaniMove Maxi.Jetzt bei Amazon.de bestellen

Patellaluxation Erfahrungsbericht

Bei meiner Chihuahua-Hündin war der Fall mit ihrer Patellaluxation leider nicht ganz so schnell klar wie ich mir das gewünscht hätte, doch das lag zum Großteil einfach an unvernünftigen und schlichtweg ungeschulten Tierärzten. Im Großen und Ganzen durchlebte ich mit meiner Kleinen eine regelrechte Tierarzt-Odyssee, die erst nach jahrelangen Torturen eine vernünftige Diagnose und korrekte Heilung hervorbrachte. Doch eben weil dieser Weg bei mir lang und steinig war, wollte ich meine Erfahrungen diesbezüglich auch unbedingt mit anderen betroffenen Hundehaltern teilen. Es gibt so viele Fehlinformationen, so viele Möglichkeiten und so viel Unwissen, welches ich mit dieser Informationsseite einfach mal komplett aus dem Weg schaffen wollte. Auch weil ich selbst zunächst durch diesen Irrgarten musste. Wer an rein sachlichen Informationen bezüglich der Patellaluxation interessiert ist, findet weiter oben alles was er wissen muss. Wer dagegen an meinen persönlichen Erfahrungen, den Heilungsweg meiner Hündin, der anfänglichen Therapie, der aufwendigen Operation und allem anderen diesbezüglich Interesse hat, der liest nun einfach weiter.

Ein langer Weg bis zur Erkenntnis

Die Leidensgeschichte meiner Chihuahua-Hündin zog sich lange hin. Auch wenn ich, als erfahrener Hundehalter, schon im Welpenalter kleine Auffälligkeiten bemerkte und ihre Hinterbeine immer etwas instabil wirkten, alle Anzeichen also auf eine vererbte Patellaluxation hindeuteten, so war dies keinesfalls so offensichtlich, dass ich sofort zum Tierarzt gelaufen wäre oder es mir wirklich klar war. Erst mit ungefähr zweieinhalb Jahren wurde wirklich deutlich, dass mit ihren Knie bzw. beiden Knien, etwas nicht stimme. Sie lief auf Spaziergängen nicht mehr so richtig mit, hob alle zehn Meter mal das rechte Beinchen an, hüpfte dann auf drei Beinen, ein oder zwei Schritte voraus, um anschließend wieder zu laufen als wäre nichts gewesen. Typische Anzeichen einer Patellaluxation. Als das klar war und keine Besserung in Sicht kam, machte ich mich auf in die Tierklinik. Ich wollte nicht zu irgendeinem Tierarzt, sondern zu einem Profi, jemanden der weiß was er tut.

Hilfe suchen in der Tierklinik

Mit dem Besuch in der Tierklinik begann ich den ersten großen Fehler. Nach längerer Wartezeit (trotz Termin) kam ich an die Reihe. Der Arzt sprach wenig mit mir, fummelte an den Beinchen meiner Kleinen herum und tastete die Kniescheibe ab. Am Ende war die Diagnose: Ja, sie hat eine mehr oder minder schlimme PL, doch operieren würde er diese noch nicht. Einfach so laufen lassen und falls die Aussetzer, also das Bein heben beim Laufen schlimmer werden würden, sollte ich noch einmal wiederkommen. Er nannte mir weiterhin auch keinen Grad der PL (eine Patellaluxation wird in vier verschiedenen Stufen diagnostiziert), gab mir keine Hinweise, kurzum - der Besuch in der Tierklinik war eine echte Enttäuschung. Mit dem Wissen, dass mein Hund krank ist, mit der Bestätigung einer leichten Patellaluxation, verließ ich die Klinik. Tipps oder Möglichkeiten einer Behandlung bekam ich keine. Mach so weiter und warte ab, war die abschließende Aussage. Nicht gerade befriedigend oder gar hilfreich.

Nahrungsergänzungsmittel für die Gelenke

Nach dem Besuch in der Tierklinik war ich niedergeschlagen. Ich wusste genau, dass Laufen meinem Hund hin und wieder Schmerzen bereitete, konnte aber nichts dagegen tun, bekam vom Tierarzt keine weiteren Tipps oder Empfehlungen. Mit Haltern von betroffenen Hunden fand ich im Gespräch heraus, dass bestimmte Nahrungsergänzungsmittel sich positiv auf eine Patellaluxation auswirken können. Zwar funktioniere dies nicht in jedem Fall und bei jedem Grad einer Luxation, doch allgemein wurden gute Erfahrungen mit Gelenktabletten und bestimmten Zusätzen gemacht, auch zur Vorbeugung und zur Pflege der Hundegelenke. Daraufhin hörte ich mich immer weiter gezielt um, fand Glucosamin, MSM und Grünlippmuschelextrakt als wirkende Faktoren heraus, testete verschieden Präparate, Kapseln und Pülverchen. Viele davon sind recht teuer und meist sind mehrere Kombinationen möglich, doch so richtig gut halfen schlussendlich eigentlich nur die CaniMove Gelenktabletten, die ich seitdem auch sehr gerne und bei jeder Gelegenheit weiterempfehle. Nach einiger Zeit besserte sich der zustand meiner Kleinen dann, das Laufen fiel ihr wieder leichter und allgemein wirkte sie dadurch auch wieder lebensfroh und glücklich. Erleichterung machte sich breit. Statt einer Operation gab es Nahrungsergänzungsmittel. Erst einmal ein gutes Zeichen, nach all den Niederschlägen in letzter Zeit.

Ausrutscher machte alles zunichte

Nun verging die Zeit wie im Flug und die Zusätze im Futter halfen tatsächlich ziemlich gut. Mein Hund lief wieder, freute sich wieder und war, dank der Gelenktabletten, weitgehend schmerzfrei. Allgemein war einfach deutlich zu sehen, dass das Bein wieder mehr genutzt werden konnte und sie sich somit einfach auch wieder aktiver bewegte. Ich selbst war erleichtert und froh darüber. Zumindest in der ersten Zeit war dies so, denn nach ca. zwei Jahren wurde es dann doch wieder schlimmer und die Patellaluxation wurde wieder deutlicher sichtbar, das Humpeln nahm erneut zu. Dann kam es zu einem Zwischenfall mit einem großen Hund, bei dem meine Kleine ausrutschte, woraufhin sie so starke Schmerzen bekam, dass sie nicht mehr springen wollte und bei jedem anfassen und hochheben aufschrie. Schrecklich, doch woher es kam genau kam war leider nicht ersichtlich, aber natürlich lag die Vermutung nahe, dass es das Knie war. So geht es doch nicht weiter, sagte ich mir selbst und machte einen Termin bei einem anderen Tierarzt aus. Die Tierklinik hatte mir leider gar nicht gefallen und da mir der Arzt dort damals nicht einmal den Grad der Patellaluxation nennen konnte, hatte ich keinerlei vertrauen mehr. Also suchte ich mir einen Arzt heraus, der sogar spezialisiert auf Gelenke war und auch entsprechende Zuchtuntersuchungen vornahm. Gesagt getan, schon hatte ich einen Termin und hoffte darauf endlich eine klare Diagnose und endlich Hilfe zu bekommen. Ich wollte doch nur, dass es meinem Hund wieder gut ging, das er sein Leben schmerzfrei genießen konnte.

Heilphase nach der Operation einer Patellaluxation

Eine Tierarzt-Odyssee

Doch ich würde es nicht Tierarzt-Odyssee nennen, wenn nicht genau das daraus geworden wäre. Nachdem mir der Arzt in der Tierklinik eine leichte Patellaluxation bei meinem Hund diagnostizierte, ansonsten aber keinen guten Eindruck hinterließ, hieß es bei diesem Arzt nun, dass mein Chihuahua garantiert keine PL hat. Er könne keine Patellaluxation feststellen, sagte er mir, daher teile er die Meinung seines Kollegen auch absolut nicht. Auch nach erneutem abtasten nicht. Zunächst war ich erleichtert, doch das Humpeln war ja vorhanden und der Aufschrei mit den Schmerzen, der erst nach zwei Tagen nachließ, stand auch noch im Raum. Schließlich war ich nur wegen diesem zum Tierarzt gekommen. Laut dem Arzt wären das sehr wahrscheinlich Rückenschmerzen und weil dort alles verspannt ist, würde sie humpeln. Das klang für mich zwar unlogisch, da die Rückenschmerzen aus meiner Sicht nur das Ergebnis der Schonhaltung waren, aber was sollte ich tun. Irgendwo muss man schließlich dem Tierarzt vertrauen, der sich ja eigentlich mit dem Thema auskennen sollte, der es gelernt hat und der Hilfe leisten kann. Sich als Besserwisser aufzuspielen, nur weil man viele Bücher liest und mit Hunden aufgewachsen ist, bringt einen auch nicht weiter. Doch das war ein großer Fehler, dazu später mehr. Statt Hilfe gab es jedenfalls Schmerzmittel, die nicht im geringsten halfen. Beim nächsten Besuch stärkte er mit einer Art Anabolika die Muskeln und beim dritten mal wurde mein Hund dann Geröntgt. Selbst auf diesen Aufnahmen war laut dem Tierarzt keine Patellaluxation bei meinem Hund zu erkennen. Das versicherte er mir sogar. Inzwischen war mir der Tierarzt allerdings sehr suspekt und unsympathisch geworden. Von Hilfe keine Spur und abgesehen von einigen hundert Euro weniger in der Tasche (ohja, die Spritzen, Mittel und Röntgenbilder waren teuer), gab es keinerlei Hilfe. Da das Humpeln und der allgemeine Gesundheitszustand auch nach drei Besuchen kein bisschen besser wurden, reichte es mir nun endgültig. Tierarzt Nummer drei war dran, denn irgendwer musste mir doch helfen können. Vollkommen erschlagen von den geringen Erfolgen und der Tatsache, dass sich die Leidensgeschichte so lange hinzog, machte ich mich auf den Weg

Eine Tierarzt-Odyssee Teil 2

Beim dritten Tierarzt hatte ich jegliche Hoffnung bereits aufgegeben. Ich war fertig. Jeder Hundehalter wird meine Haltung verstehen, denn man lebt mit seinem Tier, leidet mit ihm und möchte nur eines - das es ihm gut geht. Doch immerhin: Trotz der mangelnden Hilfe hatte es sich nun, nach einigen Wochen, wieder eingependelt und sie lief, auch dank der Gelenktabletten, soweit wieder schmerzfrei. Sie hob das Bein zwar nach wie vor viel zu oft beim Laufen, doch immerhin reduzierten die Nahrungsergänzungsmittel das ganze auf ein erträgliches Minimum. Dennoch gab es nach ein paar Monaten erneut einen Zwischenfall. Wieder ein Aufschrei beim versuch sie hochzuheben. Vollkommen unerwartet schrie sie los, sobald man sie hochheben wollte. Diesmal wartete ich gar nicht lange ab, machte einen Termin bei einem Tierarzt aus dem Telefonbuch und ließ sie untersuchen. Allzu viel Auswahl gab es inzwischen auch nicht mehr. Wenn es so weiter gehen würde, hätte ich alle Tierärzte dieser Stadt abgehakt, ohne Hilfe zu bekommen. Hier wurde sich nicht einmal mehr die Mühe einer langen Untersuchung gemacht. Die Tierärztin (diesmal eine Frau) drückte ein bisschen an den Beinchen herum, fragte nach ihrer Geschichte und obwohl ich alles erklärte, gab es keine besondere Reaktion. Sie würde eine ganz leichte Patellaluxation auf einer Seite feststellen, meinte sie, das könne der andere Tierarzt schon übersehen haben, schließlich wäre diese nur sehr schwach ausgeprägt. Das Humpeln käme wohl von den Rückenschmerzen, die auch den Schmerz verursachen. Einen Grad wollte oder konnte sie mir nicht nennen und ich bekam einfach nur starke Schmerztabletten, die den Schmerz betäuben und die Muskeln entspannen sollten. Nach einigen Tagen war dann wieder alles beim alten. Also weiterhin humpeln, weiterhin keine klare Diagnose und weiterhin keine Hilfe. Mal abgesehen davon, dass ich es meinem Hund einfach ansah, wie er immer mehr Probleme und immer weniger Lust zum Laufen hatte.

Eine Tierarzt-Odyssee Teil 3

Die Rettung brachte mir ausgerechnet ein Tierarzt, der weder Dr. noch Dr. med. oder gar Dr. med. vet. im Titel trug. Im Grunde ist das auch egal, denn die Approbation haben sie alle, doch es ist durchaus ein interessantes Fakt am Rande, wie ich finde. Nachdem ich mit meiner Schwester und ihrem Hund schon mehrmals dort war, hatte ich einen immer besseren Eindruck der Praxis erhalten. Freundlichkeit ohne Ende (ehrliche, nicht professionelle) kam mir entgegen und der Arzt nahm sich unendlich viel Zeit und untersuchte den Hund meiner Schwester immer sehr gründlich - es machte einfach alles einen richtig guten Eindruck. Also beschloss ich, meinen Chihuahua dort einmal genauer vorzustellen. Ein Glücksfall, wie sich herausstellen sollte. Nachdem ich ihm unseren langen Leidensweg geschildert hatte, nahm er sich auch gleich noch die Zeit ein Video von ihr anzusehen, denn ich hatte meinen Hund beim laufen gefilmt und typische Aussetzer und Situationen zum vorzeigen festgehalten (ein guter Tipp für alle, die wegen etwas Ähnlichem zum Tierarzt gehen!). Auch um auf Nummer sicher zu gehen, schließlich hatten uns die anderen Ärzte nicht helfen können und das Ganze zog sich nun schon viel zu lange hin. Er erkannte sofort, dass es eine Patellaluxation sein muss, da sie mehr als offensichtlich war. Daraufhin renkte die Kniescheiben vorsichtig und gezielt ein und dann wieder aus und diagnostizierte eine PL Grad 3. Endlich! Auch wenn die Diagnose natürlich alles andere als erfreulich war, so machte sie mir dennoch Hoffnung. Diesmal war es immerhin mal ein klarer Befund, endlich ein Tierarzt der sich die notwendige Zeit nahm dem Ganzen auf den Grund zu gehen. Anschließend erklärte er mir, dass die PL relativ fortgeschritten ist und es zwei Methoden der Behandlung gäbe. Entweder man versuche mit Physiotherapie und Nahrungsergänzungsmitteln dem ganzen entgegenzuwirken und den Muskel zu stärken, oder man operiert das Knie. Laut ihm eine gängige und einfache Operation. Die Infos kannte ich schon, schließlich hatte ich Bücher gewälzt, Ärzte gefragt, das Internet und Freunde ausgequetscht, doch ich ließ mir alles noch einmal haargenau erklären, auch um weitere Details zu erfahren. Auch an meinem Hund zeigte er mir den Defekt noch einmal ganz genau und lies ihn mich spüren und nachvollziehen, indem ich die Hand auflegte und er die Kniescheibe bewegte. Deutlich spürbar zu locker und so, dass sie quasi von alleine rausgleiten konnte. Am Ende entschied ich mich, auch aufgrund der Tatsache, dass es sich nun schon so endlos lange hinzog und mein Hund augenscheinlich Schmerzen hatte, für eine schnelle Operation und bekam prompt einen Termin. Anschließend konnte ich noch einmal alle offenen Fragen stellen und musste mich auf die OP vorbereiten. Doch nach dieser Odyssee, die mich von Tierarzt zu Tierarzt und vom einen zum anderen Ende der Stadt führte, war ich heilfroh endlich kompetente Hilfe zu bekommen. Ausgerechnet von einem Arzt ohne Doktortitel, auf den viele ja immer so viel Wert legen.

Patellaluxation beim Chihuahua nach der Operation

Angst vor der Operation

So sehr ich auch Angst vor der bevorstehenden Operation hatte, so erleichtert war ich auch über die rettende Hilfe des Tierarztes. Er hatte die Patellaluxation nicht nur erkannt und endlich mal einem Grad zugeordnet, sondern machte auch einen super Eindruck, vermittelte mir durchweg ein gutes Gefühl für die OP, die er schon gut kannte und die problemlos realisierbar wäre. Ich entschied mich, aufgrund der Problematik, sofort beide Beine auf einmal operieren zu lassen. Zweimal eine Narkose, zweimal wieder neu laufen lernen, das wollte ich meinem Hund einfach nicht antun, wenn es auch anders ging. Dann lieber einmal Augen zu und durch. Aufgrund der Rückenschmerzen hatte ich außerdem Angst, dass sie bei einer Schonhaltung auf drei Beinen ebenfalls wieder Probleme bekommen würde. Also planten wir die Operation beider Beine auf einmal und seelisch bereitete ich mich auf das Schlimmste vor was bei einer Operation passieren kann.

Tage zählen bis zur OP

Die Tage vor der eigentlichen Operation war ich verständlicherweise sehr aufgeregt. Bei einer Narkose kann immer etwas schiefgehen, eine sichere Sache sieht anders aus. Ich weiß, heutzutage nehmen die Menschen ständig irgendwelche Pillen und Medikamente und haben auch keinerlei Angst mehr vor Narkosen oder den Schäden solcher Arzneimittel, doch ich bin da noch etwas anders. Ich weiß, dass jede Narkose auch tödlich enden kann, wenn es zu Komplikationen kommt, der Hund auffällig reagiert oder ähnliches geschieht. Also genoss ich die Tage mit meinem Hund noch intensiver denn je. Wir kuschelten, ich kraulte sie und wie Hunde nun einmal so sind, spürte sie schon, dass da irgendetwas auf sie zukommen würde. Das war aber auch unvermeidlich, schließlich war ich selbst ziemlich angespannt und aufgeregt.

Operation einer Patellaluxation

Dann ging plötzlich alles ganz schnell. Am frühen Morgen sollte der Hund zum Tierarzt gebracht werden und als ich ankam, ging es auch relativ zeitig los. Ich wurde mit meinem Hund in den OP gerufen und dort verabreichte der Tierarzt ihr die Narkose. Allerdings waren mehrere Injektionen nötig, da er lieber klein anfing bei der Gewichtsklasse und sie tatsächlich sehr stark dagegen kämpfte, um wach zu bleiben. Wer eine Operation vor sich hat, sollte sich genauestens überlegen, ob er beim einleiten der Narkose wirklich dabei sein möchte. Es ist keine Pflicht oder ähnliches und seinen Hund dort auf dem kalten OP-Tisch liegen zu sehen, wie er die Augen schließt und bildlich gesprochen direkt vor einem stirbt, ist ganz schön hart. Das sollte man sich wirklich klar machen! Als der Hund eingeschlafen war, konnte ich gehen. Erst am Abend, spät am Abend, sollte ich sie wieder abholen. Die Operation ist eigentlich nämlich ziemlich heftig, weil der Knochen gesägt und geschliffen, verdrahtet und anschließend alles genäht wird. Das ist zwar ein bekannter Eingriff, aber trotzdem ein ziemlich umfangreicher, der nicht einfach so weggesteckt werden kann. Damit sie sich etwas erholen konnte und kontrolliert aufwachte, sollte ich also erst am Abend wiederkommen.

Abholen des operierten Hundes

Das Abholen war ziemlich krass. Anders kann ich das gar nicht sagen, denn noch heute erinnere ich mich genau an den Moment. Sie hatte ihren Leckschutz um den Hals, den Verband um beide Biene und sah sichtlich mitgenommen aus. Die Augen ein einziger Brei aus kleinen Schlitzen, der Körper nahezu vollkommen erschlafft und zusammengefallen, das Fell zerzaust und stumpf. Leblos und hängend, kam sie mir vor, als ich sie auf den Arm nahm und vorsichtig in die Transportbox legte. Sie war auch noch kaum zu einer Reaktion fähig, hatte schmerzen und wollte nur ihre Ruhe, das sah man ihr einfach mehr als nur deutlich an. Zuhause angekommen torkelte sie kurz ein wenig umher und versank dann sehr schnell in ihrem Körbchen für einen tiefen Schlaf. Für einen sehr langen Schlaf.

Ziemlich harte Tage danach

Auch wenn der Tierarzt meinte, ich solle sie ruhig schon bewegen, damit das Bein nicht ganz still liegt und der Muskel nicht komplett abbaut, war daran tatsächlich nicht einmal ansatzweise zu denken. Sie war so komplett fertig, dass sie erst einmal nur schlief und nicht einmal aufstand. Selbst trinken wollte sie erst am nächsten Tag und auch da nur sehr wenig. Als Unterstützung bekam sie ziemlich starke Schmerzmittel. Immer wieder versuchte ich ihr ein wenig Futter zu geben, ein bisschen Wasser schmackhaft zu machen oder ähnliches, doch sie war tatsächlich einfach nur erschöpft und so lies ich sie in Ruhe, gönnte ihr die Auszeit zur Genesung. Zwischendurch ging es dann in den Garten, doch auch dort löste sie sich nicht, selbst dann nicht, als sie schon etwas mehr getrunken hatte. Das ging dann mehrere Tage so, sie fühlte sich durch ihre Verletzung einfach extrem unsicher und konnte kaum laufen. Als sie sich dann einfach so in der Wohnung löste, kurz nachdem ich erst vorher noch mit ihr draußen gewesen war, störte mich das natürlich recht wenig. Ich war in diesem Moment einfach nur froh, dass es endlich passierte, denn mittlerweile dauerte es so lange an, dass es schon wieder etwas heikel werden konnte. Dann wurde alles besser und relativ schnell musste ich aufpassen, dass sie nicht zu viel läuft, schließlich reichte ein Fehltritt, um die Operation zunichte zu machen. Also musste sie überall sehr stark kontrolliert werden, damit sie nicht sprang, nirgendwo gegen lief, von anderen Hunden auf kleinen Gängen in Ruhe gelassen wurde und so weiter. Durch das Schmerzmittel war sie relativ schmerzfrei und demnach ignorierte sie vieles, obwohl sie noch sehr wackelig auf den Beinen war. Das Kontrollieren war gar nicht so einfach und nichts was man nebenbei mal eben so erledigt. Diesen Zeitfaktor sollte man unbedingt einplanen, nicht unterschätzen und sich viel Urlaub nehmen. Mit zwei Wochen minimum, müsst ihr schon rechnen, in denen der Hund besonders im Auge behalten werden muss. Selbst danach kann aber noch etwas passieren, da die Heilung einfach ihre Zeit braucht und Knochen und Knorpel sich neu bilden müssen.

Schock nach der Heilung

Als sie direkt nach der Operation wieder so gut lief, zum ersten mal seit langem wieder normal, war ich erleichtert. Mein Herz ging auf, weil ich hoffte sie bekommt ihre Lebensfreude zurück und verliert die Schmerzen. Das währte aber nur kurz. Relativ schnell humpelte sie dann wieder, schlimmer als vorher sogar, wenn ich ehrlich bin. Nicht mehr nur alle paar Meter, sondern nun fast ständig, fast bei jedem Schritt, immerzu. Der Arzt meinte, es könnte noch der Draht sein, der erst später gezogen werden kann, manche würden davon Beschwerden kriegen, doch auch als dieser gezogen wurde, besserte sich ihr Gang nicht mehr. Ein Rückschlag. Ein weiterer. Einer, der bis heute nicht verändert ist. Mein Vertrauen in Tierärzte ist einfach grundlegend erschüttert und geholfen haben bis heute nur die Nahrungsergänzungsmittel. Die können die Patellaluxation zwar nicht heilen, aber mit ihnen geht es ihr einfach spürbar ein wenig besser. Auch danach gab ich also wieder CaniMove Gelenktabletten und nach einigen Monaten wirkten diese auch wieder wie gewohnt und verbesserten ihr Wohlbefinden. Ob die Patellaluxation nun behoben ist, die OP versaut wurde, oder ob sie aus einem vollkommen anderem Grund humpelt, werde ich wohl nie erfahren. Gekostet hat mich diese Tierarzt-Odyssee mindestens 2500 Euro (mehrere Tierärzte, Untersuchungen usw.), die Operation natürlich inbegriffen. Gefühlt geht es meinem Hund nach all den Maßnahmen trotzdem nur schlechter und nochmal würde ich sie wegen einer Patellaluxation nicht operieren lassen. Nie wieder.